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Einleitung

Diese Internetseiten basieren auf der von Wolf Liebelt herausgegebenen Broschüre
„Der Film Dead Poets Society im Englischunterricht. Arbeitshilfen, Filmkritiken, Ausätze“1 , die 1995 erschien und inzwischen (2003) in 5. Auflage vorliegt. Diese Neubearbeitung im Internet aktualisiert und erweitert die Broschüre und eröffnet den Zugang zu einer Fülle weiterführender Links.


Der 1989 gedrehte Film "Dead Poets Society" ("Der Club der toten Dichter") des australischen Regisseurs Peter Weir ist bei Jugendlichen sehr bekannt und nach wie vor ausgesprochen beliebt, er ist ein "teenpic" und fast so etwas wie ein Kultfilm geworden. Der Vorschlag, diesen Film im Unterricht einzusetzen, stößt daher bei SchülerInnen erfahrungsgmäß auf große Resonanz. Nun heißt Einsatz im Unterricht leider nach wie vor in sehr vielen Fällen: der Film wird gezeigt, und anschließend redet man etwas darüber. Ein wirkliches Arbeiten mit dem Medium Film findet in der Regel nicht statt. Ein Blick auf Aufsätze aus deutschen und englischen bzw. amerikanischen Fachzeitschriften bestätigt das: Es gibt eine Fülle von Publikationen zu diesem Film, auch solche, die auf schulischen Einsatz abzielen, aber kaum eine beschäftigt sich mit dem Film als Film, fast immer geht es um inhaltliche Ge-sichtspunkte, die genauso gut an dem Roman gleichen Titels festgemacht werden könnten. Außer der Broschüre „Der Film Dead Poets Society im Englischunterricht. Arbeitshilfen, Filmkritiken, Ausätze“ 2 auf der diese Internetseiten basieren, lag lange Zeit nur ein Aufsatz von Lucille Grindhammer vor: "Hollywood in the English Language Classroom: ‘The Dead Poets’ Society’". Hier rückt der Film als solcher in den Vordergrund der Betrachtungsweise, wobei wohl an den Einsatz im Englischunterricht der Klassenstufen 10 bis 12 gedacht ist ("in-termediate-advanced"). Jetzt (2003) ist ganz neu erschienen ein Unterrichtsmodell zum Einsatz des Filmes von Engelbert Thaler“,3 in dem es, wie bei Liebelt und Grindhammer, vor allem um die unterrichtliche Analyse des Filmes geht.

Mit den hier vorliegenden Internetseiten soll der/die Unterrichtende in die Lage versetzt werden, mit "Dead Poets Society" qua Film im Englischunterricht zu arbeiten, damit der Film nicht "einfach mal nur so" gezeigt wird, vorzugsweise als Lückenfüller zum Schuljahresende. Der Ansatz ist ähnlich wie bei Grindhammer , jedoch werden hier darüber hinaus ganz konkret Arbeitsmaterialien bereitgestellt, die dem/ der Unterrichtenden zeitaufwendige Vorbereitungen abnehmen. So wurde etwa ein detailliertes Szenenübersicht erstellt; der zweistündige Film wurde in knapp 100 Szenen unterteilt. Jede Szene ist zeitlich nach Stunde/Minute und Sekunde fixiert und kann so schnell und mühelos auf dem Bildschirm eingespielt werden, da fast alle neueren Videorecorder über ein entsprechendes Zählwerk verfügen. Weil die zeitliche Segmentierung eines zweistündigen fremdsprachlichen Videofilms sehr zeitaufwendig ist, unterbleibt sie in der Regel im Schulalltag, was wiederum zur Folge hat, dass eine solide Interpretation des Filmes ebenfalls unterbleibt. Man benutzt zur Interpretation dann allenfalls das durch Seitenzahlen leichter zu handhabende Buch, und so verschwindet der Film wieder von der Bildfläche. Weiß man aber, wann welche Szene anfängt bzw. aufhört, kann man bei der Filmbetrachtung (vorzugsweise per Fernbedienung) leicht Szenen stoppen oder wiederholen (mit und ohne Ton) oder in Zeitlupe vorspielen. Diese Manipulierbarkeit des Videofilms sollte gerade im Fremdsprachenunterricht eine wichtige Rolle spielen. Die technischen Möglichkeiten des Videocassettenrecorders sind zwar allgemein bekannt, werden aber im Unterricht viel zu wenig genutzt. Der Film „Dead Poets Society” liegt seit 2002 auch auf DVD vor (Preis bei amazon.de: €30,99 neu, gebraucht ab €14,00). Mit einer DVD lässt sich im Unterricht weitaus leichter arbeiten als mit einer Videocassette: so ist bei spielsweise der schnelle Zugriff auf bestimmten Szenen, der gerade bei der Filmanalyse sehr wichtig ist, völlig unproblematisch; da an vielen Schulen aber noch mit Videofilmen gearbeitet wird, ist die Segmentierung in Form eines Szenenübersichts nach wie vor sinnvoll.
Die Einteilung in Szenen wurde pragmatisch gehandhabt: manchmal wurden mehrere kleine Szenen zu einer Szene zusammengefasst, manchmal wurde eine längere Szene in kleinere Szenen unterteilt, je nachdem, wie es für eine schulische Besprechung der Szenen Sinn macht.

Das hier vorgelegte Szenenübersicht samt Fragen war Grundlage eines kleinen Unterrichtsprojektes, das mit einer 11. Klasse erprobt wurde.

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