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Die Planung der Unterrichtsreihe
Die Lerngruppe
Die Klasse 10b (Erweiterungskurs, Profil II) der Anne Frank Gesamtschule
setzt sich aus insgesamt 30 Schülerinnen und Schülern zusammen,
davon sind 21 Mädchen und 9 Jungen. Nach einer kurzen Hospitationsphase
habe ich im November des Schuljahres 1998/99 diese Klasse mit vier Wochenstunden
Englisch übernommen.
Vor Beginn meiner Unterrichtstätigkeit waren die Schülerinnen
und Schüler überwiegend an strenge frontale, lehrerzentrierte
Unterrichtssituationen sowie an Stillarbeitsphasen gewöhnt, in denen
vorwiegend Teile des Lehrwerks erarbeitet wurden.1
Unterrichtsgespräche wurden ausschließlich von der Lehrerin
organisiert. Spontane Äußerungen und/oder informelle, interaktive
Gespräche unter den SchülerInnen wurden konsequent unterbunden,
selbst wenn sie den Unterrichtsgegenstand betrafen. Der Einsatz audiovisueller
Medien beschränkte sich auf den sporadischen Einsatz der lehrwerkbegleitenden
auditiven Materialien (Lehrer– und Schülertextkassetten).
Obwohl die Lerngruppe nach bestimmten Leistungskriterien zusammengesetzt
wurde, sind die Leistungsunterschiede der Schülerinnen und Schüler
im Fach Englisch erheblich. Diese sind durch teilweise sehr unterschiedliche
Schullaufbahnen der Schülerinnen und Schüler erklärbar.
(So sind z. B. drei Schülerinnen trotz der zu erwartenden Schwierigkeiten
noch in Klasse 9 aus schullaufbahntechnischen Gründen in den Erweiterungskurs
aufgestiegen.)
Der überwiegende Teil der Schülerinnen und Schüler hat
große Lücken in Wortschatz und Grammatik. Mit Hilfe von Fehleranalysen
ist in den letzten Wochen gezielt die Sprachrichtigkeit der Schülerinnen
und Schüler verbessert worden. Wiederholt auftretende Fehler wurden
in regelmäßigen Abständen mit Hilfe von „Spot the
mistakes“–Übungen im Klassenverband thematisiert. Darüber
hinaus half eine individuelle Beratung einzelnen Schülerinnen und
Schülern, z. B. nach Durchsicht ihrer Haushefte, ihre Sprachrichtigkeit
zu verbessern.
Eine Schülerin und ein Schüler fallen besonders durch ihren
Fleiß und/oder ihre Sicherheit in der Beherrschung von Grammatik
und Wortschatz auf. Im Gegensatz zu ihren Mitschülerinnen und Mitschülern
gelingt ihnen sowohl die Bearbeitung umfassender Lesetexte als auch das
Verfassen längerer Texte in der englischen Sprache ausgesprochen
gut. Diese SchülerInnen sind in den letzten Wochen deshalb verstärkt
angeregt worden, sowohl mit einem einsprachigen Wörterbuch zu arbeiten
als auch kleinere Referate vorzubereiten und vorzutragen.2
Durch die Arbeit in den letzten vier Monaten sind die SchülerInnen
verstärkt an den Einsatz lehrwerkergänzender und lehrwerkunabhängiger
Materialien – besonders Hörverstehensübungen – gewöhnt.
Problematisch ist weiterhin die Konfrontation mit authentischen “didaktisch
ungefilterten” Materialien, welche eine andere methodische Herangehensweise
als die Bearbeitung von Lehrwerkmaterialien erfordern. Die Schülerinnen
und Schüler zeigten zum Teil wenig Bereitschaft, Unbekanntes aus
dem Kontext zu erschließen und bestehen auf teilweise wörtlichen
Übersetzungen schwieriger Textpassagen.
Den SchülerInnen fällt es zum Teil sehr schwer, über das
Reproduzieren von Sätzen aus Lehrwerken hinaus ihre Kenntnisse in
der englischen Sprache in freieren Kommunikationsformen auszuprobieren.
Bei der Beantwortung von Inhaltsfragen (comprehension questions) kopieren
sie zum Beispiel häufig ein oder zwei im Text schon ausformulierte
Sätze, anstatt Textstellen mit ihren eigenen Worten zusammenzufassen.
Hier hat es sich in der Unterrichtspraxis als sehr hilfreich erwiesen,
Texte zunächst nicht in einer geschriebenen Form zu präsentieren.
Die inhaltliche Erarbeitung eines Textes erfolgte zunächst häufig
über eine Hörverstehensübung. Darüber hinaus half
die Technik des mindmapping sehr oft Kernaussagen eines Textes zusammenzufassen
und zu strukturieren.3
Wichtige Unterrichtsergebnisse wurden oft mit Hilfe verschiedener Poster
visualisiert, um auch in nachfolgenden Unterrichtsstunden (sichtbar) zu
Verfügung zu stehen.
Die Mehrheit der SchülerInnen hat Hemmungen, sich (spontan) in der
Zielsprache auszudrücken, so dass mündlich ausgerichtete Unterrichtsphasen
häufig von denselben SchülerInnen getragen werden. Leider ist
es mir nur selten gelungen ( z. B. durch das Einbeziehen nicht–zielsprachiger
Spontanreaktionen) kleinere "Diskussionen" in der Fremdsprache
anzuregen, so dass Schülerinnen und Schülern die englische Sprache
stärker als echtes Kommunikationsmittel kennenlernen. Jedoch ließ
sich in den letzten Wochen eine verstärkte mündliche Beteiligung
beobachten.
In Vorbereitung auf offenere, handlungsorientiertere Arbeitsformen sind
u. a. folgenden Lern– und Arbeitstechniken eingeführt worden:
- Arbeit mit dem einsprachigen Wörterbuch, insbesondere der Umgang
mit zielsprachigen Definitionen und Wortumschreibungen
- Elementare Lern– und Übungsformen zur Phonetik
- Informationsbeschaffung durch die Recherche im Internet
- Einüben verschiedene Sozialformen (Partnerarbeit, Arbeit in
Kleingruppen), die zum kooperativen Arbeiten ermutigen.
Bei Partner– und Gruppenarbeiten muss ich jedoch oft eingreifen,
um den Arbeitsprozess in Gang zu bringen und den Leistungsabfall einzelner
Schülerinnen und Schüler zu verhindern. Insgesamt zeigen die
SchülerInnen positive Reaktionen auf die sich allmählich eingeführten
neuen Arbeits– und Lernformen. In der Klasse herrscht in der Regel
eine konstruktive Arbeitsatmosphäre.
1.2 Die Planung der projektorientierten Unterrichtseinheit
Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf der Planung, Durchführung
und Reflexion der projektorientierten Gruppenarbeit während der beiden
Fachtage. Aus diesen Gründen sollen sowohl der Verlauf der Einführungsstunde
als auch der acht, eher lehrerzentrierten Unterrichtsstunden, welche nach
den Fachtagen durchgeführt wurden, nur skizziert werden. Sie werden
auch nicht mehr Gegenstand einer ausführlichen Reflexion sein.
1.2.1 Vorüberlegungen
1.2.1.1 Die geeignete, problemhaltige Sachlage
Der Film Dead Poets Society enthält für Schülerinnen und
Schüler der 10. Klasse mehrfache Identifikationsangebote. So bringen
sie sowohl dem neuen Lehrer Mr. Keating, der durch seine radikal alternativen
Methoden die jungen Leute in Bewegung bringt und das bestehende System
in Frage stellt als auch dem Schüler Neil, dessen persönliches
Scheitern im Selbstmord endet, sehr viel Mitgefühl entgegen. Sie
können sich in dem Film selbst entdecken und sehen ihre eigene Situation
in vielen Facetten mehrfach gespiegelt: Somit knüpft das Thema Dead
Poets Society direkt an die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler
an, bietet aber auch durch die Vielfalt und Komplexität der Themen
eine echte Herausforderung für projektorientiertes Arbeiten. (Die
Komplexität der Themen ist durch das Schaubild "Themen in Dead
Poets Society" veranschaulicht – vgl. Anhang S. 1)
Für die oben beschriebene Lerngruppe ist auch die eher bescheidene
gesellschaftliche Praxisrelevanz unmittelbar einsichtig: Die Schülerinnen
und Schüler haben in ihrer langjährigen Schullaufbahn überwiegend
den lehrerzentrierten, schülerdisziplinierenden Frontalunterricht
erlebt, nicht wenige sind der Schule soweit überdrüssig, dass
sie ihrer Entlassung ungeduldig entgegen fiebern und sie haben durch den
hohen Grad der ständigen Fremdbestimmung verlernt, ihre eigenen Interessen
zu artikulieren, ihre Selbstständigkeit und Selbstdisziplin zu erproben.
1.2.1.2 Zeitliche Organisation
Projektorientiertes Lernen soll den Schülerinnen und Schülern
ein freieres und selbstbestimmteres Lernen – ohne die steuernden
und kontrollierenden Eingriffe der Lehrerin – ermöglichen.
Aus verschiedenen Gründen halte ich es für zweckmäßig,
stünden den Schülerinnen und Schülern längere Zeiträume
von mehr als eineinhalb Stunden für die gruppenunterrichtliche oder
individuelle Arbeit zur Verfügung:
- Schülerinnen und Schüler brauchen länger, um selbstständig
einen Sach–, Sinn– oder Problemzusammenhang zu erarbeiten.
Langfristig zahlt sich dieser geleistete Mehraufwand jedoch durch eine
wachsende Methodenkompetenz aus (Meyer : 245).
- Nur wenn Schülerinnen und Schüler nicht unter Zeitdruck
stehen, können sie Lernumwege eingehen, welche in frontalen Unterrichtssituationen
durch die Steuerung der Lehr– und Lernprozesse durch die Lehrperson
zumeist blockiert sind (Meyer : 245).
- Schülerinnen und Schüler müssen die Möglichkeit
haben, Neugierde und Kreativität auszuleben, neue, unerwartete
Aspekte eines Themas einzubringen und erarbeiten zu können.
- Auch das Ziel des solidarischen Handelns kann in Gruppen nicht erreicht
werden, wenn die Gruppenmitglieder stark zeitlich unter Druck stehen,
weil die schnelle Erledigung der Arbeitsaufträge im Vordergrund
steht.
Deshalb halte ich es für sinnvoll, für die Dauer des projektorientierten
Lernens den 45–Minuten–Zeittakt aufzuheben und zwei Fachtage
Englisch (jeweils am selben Wochentag) mit jeweils sechs Schulstunden
einzurichten. Das Einrichten der Fachtage ist ohne größere
organisatorische Schwierigkeiten möglich: Nach Absprache stellt mir
die Fachlehrerin für die Fächer Deutsch, Englisch und Sport
für diese beiden Tage jeweils eine Doppelstunde Sport und eine Doppelstunde
Deutsch, der Fachlehrer für das Fach Gesellschaftslehre jeweils eine
Einzelstunde zur Verfügung. Die im Stundenplan verzeichnete Doppelstunde
Englisch unterrichte ich zur Zeit selbst.
Positiv unterstützt wird diese Maßnahme dadurch, dass an der
Anne Frank Gesamtschule zur Zeit der Schulversuch "Schule ohne Gong"
durchgeführt wird. Auf diese Weise wird den Schülerinnen und
Schülern ein intensives und entspanntes Arbeiten auch ohne akustische
Unterbrechung im 45–Minuten–Zeittakt ermöglicht werden.
Die beiden Fachtage Englisch werden in den zwei Wochen vor den 14–tägigen
Osterferien durchgeführt werden. In den ersten zwei Wochen nach den
Osterferien werden auf der Basis dessen, was die Schülerinnen und
Schüler in ihren Gruppen erarbeitet haben, acht weitere, eher lehrerzentrierte
Unterrichtsstunden durchgeführt werden, in die jedoch die jeweiligen
Gruppenpräsentationen sinnvoll integriert werden sollen.
1.2.1.3 Räumliche und materielle Ausstattung
"Die Umgebung beeinflusst das Verhalten und somit auch das Lerngeschehen"
(Frey : 224). Für das projektorientierte Lernen ist es deshalb besonders
wichtig, die Lernumgebung so zu gestalten, dass sie zu konzentriertem,
kooperativem, lustvollem Arbeiten über einen längeren Zeitraum
einlädt.
Räumliche Gestaltung
Für die Fachtage Englisch steht mir neben dem Klassenzimmer das Sprachlabor,
ein sehr großer, heller, mit Teppichboden ausgelegter Raum zur Verfügung.
Der Raum ist selten belegt und kann deshalb im voraus umgestaltet werden,
so dass die Gruppen, welche in diesem Raum arbeiten werden, an den Fachtagen
ohne Verzögerung mit dem projektorientierten Lernen beginnen können.
Die Umgestaltung des Raumes umfasst u. a. folgende Maßnahmen1:
- Die Tische werden so zu Gruppenarbeitstischen zusammengestellt, dass
in der Mitte und im vorderen Teil des Raumes eine offene Aktionsfläche
verbleibt. Jede Schülergruppe erhält auf diese Weise einen
festen Platz für die Gruppenarbeit und kann diesen Platz sowohl
symbolisch als auch real besetzen. Gleichzeitig verbleibt genügend
Platz, um auch noch den Boden als Arbeitsfläche zu nutzen.
- Stellwände am Ende des Raumes dienen als Sicht– und Minimalschallschutz,
indem sie den "Gruppenarbeitsbereich" vom "Videobereich"
abtrennen. Im Videobereich können bis zu acht Schülerinnen
und Schüler mit dem Medium Film arbeiten.
- Die großen Stellwände haben gleichzeitig die Funktion
großer Anschlagflächen für fertige Collagen und Plakate.
- Medien und Materialien finden sich an den festen Materialpools im
vorderen Teil des Raumes.
- An der Pinnwand in der Nähe der Tür hängt für
jeden sichtbar ein Plan, der über die zeitliche Aufteilung bezüglich
der Nutzung der Videogeräte durch die verschiedenen Arbeitsgruppen
informiert.
- Ein Filmplakat an der Wand dient der atmosphärischen Gestaltung
und signalisiert: Hier wird am Thema Dead Poets Society gearbeitet!
Leider kann der Klassenraum nicht in ähnlicher Weise im Vorfeld
gestaltet werden, da er auch am Nachmittag von verschiedenen Schülergruppen
belegt ist. Somit werden die Gruppen, welche im Klassenraum arbeiten,
zu Beginn der Fachtage zunächst eine ähnliche Umgestaltung
wie im Sprachlabor vornehmen. Das "eigentliche" projektorientierte
Lernen (obwohl auch die Gestaltung der Lernumgebung durchaus ein Teil
davon ist!) kann in diesen Gruppen erst verzögert erfolgen.4
Neben den beiden Gruppenarbeitsräumen steht den Schülerinnen
und Schülern in der 3–5 Stunde der Computerraum zur intensiven
Internetrecherche zur Verfügung. Ein Kollege erklärte sich
für diese Zeit bereit, die Schülerinnen und Schüler technisch
zu beraten.
Materialien
An den Materialpools stehen folgende Materialien zur Verfügung:
- Fotokarton (DIN A2, verschiedene Farben), dünneres Posterpapier
DIN A3 (verschiedene Farben), Packpapier, Moderationskarten (verschiedene
Farben und Formen), buntes Papier, Moderationswolken
- Moderationsmarker / Eddings (verschiedene Farben und Stärken)
- Bewertungspunkte, verschiedene Aufkleber (Stonesticker), Hinweispfeile
- Krepp–Klebeband, Tesafilm (normal), doppelseitig klebendes
Tesafilm, Sprühkleber, Klebestifte, Alleskleber (Uhu)
- Cutter, Papierscheren (normal), verschiedene Zickzackscheren, Tacker,
Locher
- Paperklips, Büroklammern, Musterbeutelklammern, Clip–Nadelkissen,
Markierungsnadeln, Heftzwecken
1.2.1.4 Gruppenarbeit
Für die Dauer der Fachtage sollen arbeitsfähige Kleingruppen
von jeweils 3–6 Schülerinnen und Schülern gebildet werden,
die möglichst eng an die informelle Gruppenbildung anknüpfen.
Die Aufteilung der Gruppen wird noch in der Einführungsphase und
vor der endgültigen Konzeption der Gruppenarbeitsaufträge durch
die Lehrerin (vgl. 1.4.1: Die Gruppenaufträge) festgelegt. Die Gruppen
werden – in Absprache mit den Schülerinnen und Schülern
– auf die zwei Gruppenräume verteilt.
Durch die arbeitsteilige Gruppenarbeit werden die zentralen Themen aus
Dead Poets Society handlungsorientiert bearbeitet. Durch die Komplexität
der Themen im Film ergeben sich zwangsläufig eine Reihe von Querverbindungen,
so dass auch die Themen der anderen Gruppen interessant bleiben.
1.2.1.5 Leistungsbewertung und Feedback
Feedback
Froese (Froese , S. 10) empfiehlt, jedes Projekt mit einem differenzierten
Feedback zu beenden, indem sowohl die Schülerinnen und Schüler
als auch die Lehrperson zu folgenden Punkten Stellung nehmen sollten:
- Zum Inhalt / Ergebnis
- zur Organisation
- zum selbstständigen Lernen
- zur Kooperation
- zur Atmosphäre
Die Befragung der Schülerinnen und Schüler erfolgt jeweils
am Ende eines Fachtages mit Hilfe eines Fragebogens. Aus folgendem Grund
habe ich mich entgegen der Empfehlung von Froese (Froese , S. 10) dazu
entschlossen, die Befragung nicht anonym durchzuführen: Durch das
Feedback gewinnt die Lehrerin Einblick in die gruppenunterrichtlichen
Prozesse und die besonderen Lehr– und Lernprozesse der Schülerinnen
und Schüler, die ihr sonst verborgen geblieben wären. Dieses
bietet wiederum die Chance für die individuellere Beratung bezüglich
zukünftiges fremdsprachliches Lernen.
Die namentliche Befragung setzt jedoch voraus, dass Schülerinnen
und Schüler so weit Vertrauen in die Lehrperson haben, dass sie zum
einen sicher sein können, dass sie negative Kritik äußern
dürfen, ohne negative Folgen fürchten zu müssen.
Darüber hinaus kann die in den Feedback–Bögen dokumentierte
Reflexionsfähigkeit mit in die Leistungsmessung einfließen.
Leistungsmessung und –bewertung
Das Ministeriums Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung
formuliert drei Hauptfunktionen der Leistungsmessung. Leistungsmessung
soll
- Auskunft geben über den Stand des Lernprozesses der Schülerin
bzw. des Schülers.
- Grundlage sein für die weitere Förderung
- eine wesentliche Hilfe sein bei der Beratung über den Bildungsgang
der Schülerin bzw. des Schülers
Auch in der projektorientierten Unterrichtseinheit müssen Formen
der Leistungsmessung gefunden werden, die den Leistungen der Schülerinnen
und Schüler gerecht werden.
Es würde dem Gedanken der Ernsthaftigkeit des Lernens zuwider laufen,
wenn die Ergebnisse der Arbeit nicht einer mindestens so strengen und
wichtigen Leistungsbewertung unterzogen würden wie die Ergebnisse
des normalen Englischunterrichts. Dass die Arbeit in Projekten bloß
um ihrer selbst willen, quasi im beurteilungsfreien Raum erbracht würden,
ist unrealistisch, wird der Ernsthaftigkeit der Schülerinnen und
Schüler nicht gerecht und könnte dazu führen, dass diese,
ebenso wie deren Eltern, Projektarbeit als Spielwiese, Zeitvergeudung
oder Luxus ansehen (Froese : 9).
Häufig wird befürchtet, dass in offeneren Unterrichtssituationen
die Leistungen der Schülerinnen und Schüler nicht oder nur unzureichend
festgestellt werden können. Tatsächlich sind die Grundlagen
für die Leistungsbewertung im projektorientierten Unterricht vielseitiger
als dies im geschlossenen, lehrerzentrierten Unterricht der Fall ist,
da neben der sozialen besonders die individuelle und die sachlich–kriterienbezogene
Bezugsnorm stärker berücksichtigt werden kann. Es geht nicht
darum, Leistungsbewertung im projektorientierten Unterricht an die traditionellen
Formen der Leistungsbewertung anzupassen, sondern mit den Schülerinnen
und Schülern eine Form der Leistungsmessung und –bewertung
zu entwickeln, die den erbrachten Leistungen während des projektorientierten
Lernens Rechnung tragen kann (vgl. hierzu Gudjons : 98–99).
Die Schülerinnen und Schüler erhalten am Ende der Unterrichtsreihe
eine Endnote für die Ergebnisse des projektorientierten Lernens.
Diese Note hat den Stellenwert einer Klassenarbeit.
Grundlagen zur Ermittlung dieser Endnote werden sein
- die Leistungen während der Fachtage (kreative Umsetzung der
Arbeitsaufträge, Organisation der Gruppe, selbstständiges
Lernen, Reflexion, Selbstbeurteilung, Inhalt / Ergebnis, sprachliche
Angemessenheit / Sprachrichtigkeit)
Grundlagen zur Ermittlung dieser Teilnote wiederum werden sein:
- die Arbeitsberichte der Gruppen (Berichte zum Umgang mit den
Arbeitsaufträgen, Beschreibung der einzelnen Arbeitsschritte,
Zeiteinteilung, mögliche Änderungen, Beschreibungen von
Schwierigkeiten, Erfolgen, Gefühlen)
- die Umfragebögen zum ersten und zweiten Fachtag
- die individuellen „self–assessment“–Bögen.
- die Präsentation (Form und Organisation, sprachliche Angemessenheit
/ Sprachrichtigkeit / Aussprache, Inhalt)
Grundlagen zur Ermittlung dieser Teilnote werden zu gleichen Teilen
sein:
- das Urteil des Lehrenden
- das Urteil der Lerngruppe
Die Selbsteinschätzung und Reflexion der Lernenden nimmt für
die Ermittlung der Endnote einen hohen Stellenwert ein. Für die Ermittlung
der Endnote ist von mir ein Kriterienkatalog erarbeitet worden (vgl. Anhang
S. 106). Dieser stellt noch keine endgültige Form dar, sondern müsste
in zukünftigen projektorientierten Unterrichtseinheiten ergänzt
bzw. optimiert werden.
1.2.1.6 Die Rolle der Lehrerin
Die Lehrerin ist im Verlaufe des projektorientierten Lernens Koordinatorin
der Aktivitäten, vor allem aber Beraterin der Einzelgruppen bei Problemen.
Sie wird:
- die Schülerinnen und Schüler zu Engagement und autonomem
Handeln anregen und ihnen dabei Erfolgserlebnisse vermitteln.
- trotz der (relativ) genauen Arbeitsanleitungen für die einzelnen
Gruppen die Lernumwelt offenhalten für spontane Entwicklungen und
Ideen der Schülerinnen und Schüler.
Es empfehlen sich folgende Schwerpunkte zur Beobachtung gruppendynamischer
Prozesse (vgl. Meyer : 269)
- Wer organisiert die Aktivitäten in der Gruppe?
- Gibt es dominierende Gruppenmitglieder, welche die anderen zu ihrer
Hilfstruppe machen?
- Gibt es Gruppenmitglieder, welche sich nicht mit ihrer Gruppe identifizieren
können oder wollen?
- Bekommen schwächere die Hilfe von den anderen Gruppenmitgliedern?
- Gibt es Gruppen oder einzelne Gruppenmitglieder, welche häufig
die Aufmerksamkeit der Lehrerin einfordern?
- Gibt es Spannungen zwischen den Gruppenmitgliedern?
Im projektorientierten Unterricht kommen die informellen Strukturen der
Beziehungen stärker zum Tragen als dies im lehrerzentrierten Unterricht
der Fall ist. Die Möglichkeiten für Spannungen, größere
Konflikte, Ausgrenzung von Außenseitern, Konkurrenz unter Schülerinnen
und Schülern, Störungen durch unkooperatives Verhalten einzelner
sind aus diesem Grunde ungleich höher (Gudjons : 94) Dies kann insbesondere
für diese Lerngruppe zutreffen, weil sie erste Erfahrungen mit offeneren
Unterrichtsformen machen wird. Die Gefühle der Schülerinnen
und Schüler dürfen jedoch nicht unterdrückt werden, sondern
sollten (bei größeren Konflikten) mit Hilfe gesonderter Gespräche
(wenn nötig mit Hilfe der Lehrerin) thematisiert werden. Durch die
Metainteraktion wird Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit
gegeben, eigene Gefühle (und die anderer) assoziiert und dissoziiert
wahrzunehmen, was von allergrößter Bedeutung für die Entwicklung
ihres Empathieempfindens und eines angemessenen Konfliktlöseverhaltens
ist (vgl. ). An dieser Stelle wird deutlich, dass für das Gelingen
dieser Prozesse (wiederum) die soziale Handlungskompetenz – das
heißt, die grundlegenden mentalen und kommunikativen Fähigkeiten
– der Lehrenden als Mediatorin von zentraler Bedeutung ist (vgl.
).
Die Lehrerin wird versuchen:
entstehende Konflikte rechtzeitig zu erkennen
nicht–direktives Gesprächsverhalten zu zeigen
Schülerinnen und Schülern Hilfe zur Selbsthilfe zu geben
1.2.1.7 Allgemeine Lernzielbestimmung
An dieser Stelle werden die Ziele des projektorientierten Lernens genannt,
welche für alle Schülerinnen und Schüler gelten. Sie werden
in den Planungen für die Gruppenunterthemen nicht noch einmal explizit
erwähnt.
Wichtige Lernziele im Überblick:
Die Schülerinnen und Schüler sollen
- durch die Bearbeitung wesentlicher Elemente ihrer Gruppenarbeitsaufträge
fachliche Kompetenz in ihren Arbeitsbereichen erwerben.
- die Arbeitstechniken des selbstständigen Lernens üben und
somit ihre Methodenkompetenz erweitern.
- für ihren Arbeitsbereich wesentliche Fragen aus dem Szenenübersicht
beantworten.
- durch die selbstständige Arbeit mit dem Medium Film ihr Hör–
und Sehverstehen trainieren. Die Schülerinnen und Schüler
sollen ihre fremdsprachliche Kompetenz erweitern:
- durch die Bearbeitung überwiegend authentischer Texte
- durch die Produktion eigener Texte in der Zielsprache
Durch die gruppenunterrichtlichen Aktivitäten sollen die Schülerinnen
und Schüler außerdem ihre Sozialkompetenz schulen: Die Schülerinnen
und Schüler sollen
- ihre eigenen gruppenunterrichtlichen Aktivitäten organisieren.
- wichtige Ergebnisse aus ihrem Bereich auswählen und vor der
Klasse präsentieren.
Nicht zuletzt soll durch die Form des selbstbestimmten, kooperativen
Lernens in der Gruppe die positive Gesamteinstellung der Schülerinnen
und Schüler dem Fach Englisch gegenüber gefördert sowie
die positive Einstellung zum Lernen einer Fremdsprache gefördert
bzw. erhalten werden.
1.3 Die Einführungsstunde
Die Schülerinnen und Schüler sind schon lange im Vorfeld über
die projektorientierten Fachtage informiert worden. In zahlreichen informellen
Gesprächen habe ich sowohl versucht, sie auf diese offenere Arbeitsform
vorzubereiten als auch Ansatzpunkte für die Gestaltung der Arbeitsaufträge
zu finden, die sich möglichst eng an den Interessen der Schülerinnen
und Schüler orientieren sollten. Insgesamt sind von der Lehrerin
acht Themen grob vorstrukturiert worden, welche der Lerngruppe eine Woche
vor dem ersten Fachtag vorgestellt wurden.
Die folgenden Themenvorschläge wurden der Klasse in Form von Aushängen
unter Angabe des Schwierigkeitsgrades präsentiert:
- Poetry in Dead Poets Society
- Mr. Keating: The ideal teacher?
- Movie Information – Cast Info
- The Language of Film
- The leading protagonists
- Neil Perry: Death of a Child
- Individuality versus Conformity
- Education in the USA
Insgesamt bildeten sich spontan sieben Arbeitsgruppen, welche zwischen
drei und sechs Schülerinnen und Schüler umfassten. Diese Gruppen
entschieden sich für insgesamt sechs Themenschwerpunkte. (Ein Thema
wurde doppelt belegt.) Die Arbeitsaufträge für diese Themenschwerpunkte
wurden nachfolgend von der Lehrerin – in Absprache mit den Schülerinnen
und Schülern – ausgearbeitet. Bei der Planung konnten somit
die Lehr– und Lernvorausetzungen der Schülerinnen und Schüler
berücksichtigt werden.
1.4 Auswahl und Aufgabenkonzeption
Die Arbeitsaufträge dürfen zum einen die Methodenkompetenz der
Schülerinnen und Schüler nicht überfordern, zum anderen
müssen sie so gestaltet sein, dass sie Schülerinnen und Schülern
Raum für eigene kreative Ideen bieten. Erst wenn die Lehrerin auf
vorprogrammierte Lösungen verzichtet, haben die Schülerinnen
und Schüler die Möglichkeit zu beweisen, was in ihnen steckt.
Je nach den Lehr– und Lernvoraussetzungen der Schülerinnen
und Schüler der verschiedenen Gruppen bietet sich eine Mischung aus
geschlossenen, halboffenen und (eventuell) offenen Aufgaben an. Je nach
Themenschwerpunkt werden teilweise kognitive, kreative oder reproduzierende
Fähigkeiten von den Schülerinnen und Schülern gefordert.
Jede Gruppe wird an den Fachtagen sowohl die Gruppenarbeitsaufträge
bearbeiten als auch Fragen zum Szenenübersicht des Films Dead Poets
Society beantworten.
Die Szenenübersicht
Die detaillierte, durch Fragen erweiterte Szenenübersicht ist Wolf
Liebelts Arbeitshilfen zum Film Dead Poets Society entnommen (Liebelt
) und gliedert den zweistündigen Film in insgesamt 98 Szenen. Jede
einzelne Szene trägt eine charakteristische Überschrift, bietet
auf diese Weise eine wichtige Hilfe zum Verständnis und ist des weiteren
zeitlich nach Stunde, Minute und Sekunde fixiert, was das (fast) mühelose
Finden und Einspielen einer bestimmten Szene gewährleistet, weil
moderne Videorekorder in der Regel über ein Bandzählwerk verfügen.
Dem Szenenübersicht habe ich nach Änderung des Seitenformats
eine weitere Spalte hinzugefügt, in der ich als Orientierungshilfe
verzeichnete, welche Szenen für welche Arbeitsgruppen besonders interessant
sein könnten.
Das Szenenübersicht enthält eine Anzahl von Fragen zum reinen
Hör– und Sehverstehen. Diese kleinschrittigen Fragen ("What
does Nolan say to Todd?") sind besonders für Schülerinnen
und Schüler geeignet, die das erste Mal (ohne Textvorlage) mit dem
Medium Film arbeiten. Sie werden auf diese Weise gezwungen, den Film genauer
und intensiver anzuschauen (Liebelt ). Ein anderer Typ von Fragen soll
die Schülerinnen und Schüler für das Medium Film sensibilisieren.
Eine weitere Frage, die wiederholt im Szenenübersicht auftaucht,
ist die Frage nach der Zusammenstellung der einzelnen Szenen. Erst durch
gezieltes Schauen werden die Schülerinnen und Schüler bemerken,
dass Szenen z. B. durch Musik und / oder ähnliche "Symbole"
miteinander verbunden sind. Im Szenenübersicht nicht enthalten sind
dagegen übergreifende Fragen. Diese eignen sich besser für zusammenfassende
Schlussbetrachtungen während der eher lehrerzentrierten Phase.
Die einzelnen Gruppen sollten etwa fünf Fragen pro Gruppenmitglied
bearbeiten.
1.4.1 Die Gruppenaufträge
Da mir bei der Konzeption der Gruppenarbeitsaufträge die Zusammensetzungen
der einzelnen Gruppen schon bekannt war, konnten ihre Lehr– und
Lernvoraussetzungen mit berücksichtigt werden. Die Gruppenaufträge
enthalten jeweils ein Deckblatt, auf welchem die jeweiligen Arbeitsschritte
verzeichnet sind. Ein Raster ermöglicht den Schülerinnen und
Schülern die zeitliche Planung. Erledigte Aufgaben können in
dem dafür vorgesehenen Feld abgehakt werden. Jede Gruppe erhält
einen eigenen Ordner mit den eigenen Arbeitsaufträgen und Protokollbögen
und jeweils eine Kopie des Films (was urheberrechtlich verboten ist!).
Somit wird zum einen das Original des Films geschont, zum anderen ermöglicht
diese Vorgehensweise auch die Bearbeitung des Szenenübersichts außerhalb
der Fachtage.
1.4.1.1 Arbeitsgruppe 1: "Mr. Keating: The ideal teacher?"
Das Projektunterthema "Mr. Keating: The ideal teacher?" knüpft
direkt an die konkrete Lebenswirklichkeit und Lernvoraussetzungen der
Schülerinnen und Schüler an. Sie haben in den mindestens zehn
Jahren ihres Schülerinnen– und Schülerdaseins vielfältige
Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Lehrerinnen– und Lehrerpersönlichkeiten
gesammelt und für sie subjektiv betrachtet gute und weniger gute
Lehrpersonen kennengelernt. Dieser direkte Realitätsbezug gewährleistet,
dass die Schülerinnen und Schüler die Auseinandersetzung mit
dem Thema als sach– und problemgerecht erfahren und nicht nur als
Mittel zum Zwecke des Spracherwerbs.
Methodisch–didaktische Überlegungen
Die Schülerinnen dieser Gruppe sind sehr schwache Lernerinnen. Deshalb
sollte bei der Gestaltung der Arbeitsaufträge im besonderen Maße
darauf geachtet werden, dass die Methodenkompetenz der Schülerinnen
nicht überfordert wird.
1. Die Schülerinnen beginnen mit der Durchführung
eines Stummen Schreibgespräches mit dem Thema: The ideal teacher.
Da diese Methode ihnen nicht bekannt ist, wird auf dem Arbeitsblatt auf
die Regeln zum Stummen Schreibgespräch verwiesen, welche einlaminiert
im Klassenraum bzw. Sprachlabor eingesehen werden können. Das Stumme
Schreibgespräch darf in deutscher Sprache durchgeführt werden.
Es erfüllt hier die Funktion einer Stoffsammlung. Würden die
Schülerinnen das Stumme Schreibgespräch in der Zielsprache durchführen,
wären die Inhalte, welche weiterverarbeitet werden können, wahrscheinlich
nicht so ertragreich. (Da das Schreibgespräch hier lediglich den
Zweck einer assoziativen Stoffsammlung erfüllt und nicht für
die Öffentlichkeit produziert wird, bleiben Fehler unkorrigiert.)
2. Die wesentlichen Elemente des Schreibgesprächs
sollen dann in dem nächsten Arbeitsschritt in die Zielsprache übersetzt
werden. Die Schülerinnen erstellen ein mindmap mit dem Thema: The
ideal teacher. Diese Form der Zusammenfassung ist ihnen aus vorherigen
Unterrichtsphasen bekannt.
3. Die Form des creative writing stellt hohe Anforderungen
an die Lernerinnen. Sie sollen in einem Kurzaufsatz über "ihren"
besten Lehrer berichten.
4. Aufgabe 4 ist den Raabits (Davenport: ) Unterlagen
zum Film Dead Poets Society entnommen. Das Bild stellt eine der Kernszenen
im Film dar. Die etwas andere Lehrmethoden des Mr. Keating stehen hier
im Vordergrund. Die Fragen zum Bild beziehen sich auf die Körpersprache
des Lehrers.
5. Nach der Vorentlastung erfolgt die Beantwortung der
Fragen aus dem Szenenübersicht (vgl. 1.4 Auswahl und Aufgabenkonzeption).
6. In der letzten Aufgabe sollen die bisher erarbeiteten
Resultate in einer Charakterisierung des Mr. Keating zusammengefasst werden.
Sollte sich die Bearbeitung der Aufgaben für die Mädchen als
zu schwierig erweisen, können zur Aufgabe 6 weitere Vokabelhilfen
gegeben werden.
Ziele
Die Schülerinnen und Schüler sollen
- sich mit Hilfe eines stummen Schreibgespräches ihrer subjektiven
Einstellungen zu den Charaktereigenschaften eines idealen Lehrers bewusst
werden.
- in dem nachfolgenden Bearbeitungsschritt auf der Grundlage des vorangegangenen
stummen Schreibgesprächs die (für sie) wichtigen Charaktereigenschaften
des idealen Lehrers strukturiert visualisieren.
- einen kurzen Aufsatz zum Thema "The best teacher I've ever had
..." verfassen.
- die Fragen zum Photo "Mr. Keating" beantworten.
- für das Thema "Mr. Keating: The ideal teacher?" bedeutende
Fragen aus dem Szenenübersicht beantworten.
- ein mindmap erstellen, welches die wesentlichen Charaktereigenschaften
der Lehrerpersönlichkeit des Mr. Keating differenziert darstellt.
- wichtige Inhalte zu ihrem Thema auswählen und vor der Klasse
präsentieren.
1.4.1.2 Arbeitsgruppe 2: "Individuality and Conformity"
Leider bleiben die kreative und künstlerische Gestaltung allzu häufig
auf den Werk– oder Kunstunterricht beschränkt. Unter handlungstheoretischen
Gesichtspunkten ist das Herstellen eines Produktes jedoch sinnvoller für
den Aufbau kognitiver Strukturen als die rein kognitive Erarbeitung eines
Themas. Dabei können die Schülerinnen die spezifischen, sehr
individuellen Erfahrungen, die sie mit diesen Begriffen als Teil ihrer
realen Lebenspraxis verbinden, einfließen lassen. Die Idee, die
abstrakten Begriffe identity und conformity mit Hilfe eines Buchobjekts
zu vergegenständlichen, wurde mit den Schülerinnen und einer
Kunstlehrerin der Schule zusammen entwickelt.
Methodisch–didaktische Überlegungen
1. Auch diese Gruppe beginnt mit einem Stummen Schreibgespräch,
um sich assoziativ dem Thema zu nähern. (Zu den Überlegungen
zum Stummen Schreibgespräch vgl. 1.4.1.1: Arbeitsgruppe 1: "Mr.
Keating: The ideal teacher?")
2. Die nächste Aufgabe ist als Zusatzaufgabe ausgewiesen,
weil dieser Schritt für die nachfolgenden Arbeitsaufträge nicht
unbedingt nötig ist. Da die Hauptaufgabe dieser Gruppe darin bestehen
wird, Buchobjekte herzustellen, sollte diese Aufgabe nur bearbeitet werden,
wenn genügend Zeit verbleibt.
3. Die Beantwortung relevanter Fragen aus dem Szenenübersicht
(vgl. 1.4 Auswahl und Aufgabenkonzeption) braucht nicht unbedingt an dieser
Stelle erfolgen. Die Gruppe sollte hier eigenständig die Reihenfolge
der einzelnen Arbeitsschritte festlegen.
4. Das Gedicht "The road not taken" von Robert
Frost ist eines der Werke, die im Film von Keating zitiert werden. Das
Thema ist INDIVIDUALITY. Da das Werk sprachlich sehr anspruchsvoll ist,
sollte die Bearbeitung nicht erzwungen werden. Die Aufgabe ist als Zusatzaufgabe
deklariert. Die Schülerinnen sollten jedoch angeregt werden, die
im Gedicht beschriebene Situation im Buchobjekt zu verarbeiten.
Materialien
Das Herzstück für die kreative, künstlerische Umsetzung
ist die eigene Materialkiste für die Gruppe mit einer großen
Auswahl verschiedener Bastelmaterialien sowie Werkzeuge:
Inhalt der Bastelkiste:
- Werkzeuge: verschiedene Scheren, 1 Satz Hobbymesser, Zange, Heißklebepistole
inklusive der Reservepatronen, verschiedene Pinsel, Teppichmesser, kleiner
Schmalspachtel
- Bastelutensilien: Sand, Katzenstreu, Holzleim, Sprühkleber, Buntlack
(rot und schwarz), Knetmasse, Modelliermasse, Rundholzstäbe, Draht,
Bastelkarton, Leder– und Stoffreste, Stahlschwämme, verschiedene
Bastelutensilien zur Herstellung von Gestecken, Kränzen, u. ä.
(zum Beispiel: Curessuszapfen, Leucospernumköpfe, Tillandsie Oliv,
etc.)
Ziele
Die Schülerinnen und Schüler sollen
- mit Hilfe eines Stummen Schreibgesprächs sich die Bedeutung
der Begriffe individuality und conformity erarbeiten.
die abstrakten Begriffe individuality und conformity in ein Buchobjekt
umsetzen.
- für das Thema relevante Fragen aus dem Szenenübersicht beantworten.
- wichtige Inhalte zu ihrem Thema auswählen und vor der Klasse
präsentieren.
1.4.1.3 Arbeitsgruppe 3: "Poetry"
Schülerinnen der 10. Klasse haben sehr oft ein romantisches Interesse
an der Welt der Dichtung. Keating benutzt in Dead Poets Society die Poesie
als Medium zur Darstellung seiner Lebensphilosophie. Im Vordergrund stehen
die Romantiker. Ähnlich wie die Begriffe individuality und conformity
bilden die Weltanschauungen der Realisten und der Romantiker einen starken
Kontrast im Film
Methodisch–didaktische Überlegungen
Das Thema ist insgesamt sehr anspruchsvoll. Vermieden werden soll eine
detaillierte inhaltliche oder analytische Auseinandersetzung mit den dichterischen
Werken. Diese ist erst für die fremdsprachliche Arbeit in der Oberstufe
vorgesehen.
1. Mit Hilfe verschiedener Nachschlagewerke (siehe unten)
sollen die Begriffe romanticism und realism kontrastiv erarbeitet werden.
Ideal wäre es, wenn die Schülerinnen eingehende Schlagworte
erarbeiten könnten, welche die beiden Termini möglichst präzise
voneinander abgrenzen.
2. Der weitere Arbeitsschritt ist die Recherche im Internet.
Hier sollen die Biographien zu den verschiedenen Autoren aus Dead Poets
Society nachgeschlagen werden. Als Orientierung liegt den Schülerinnen
mit dem Arbeitsauftrag eine fast vollständige Liste der Autoren (mit
den Titeln der entsprechenden Werke aus Dead Poets Society) vor. Die Recherche
im Internet ist für alle Schülerinnen dieser Jahrgangsstufe
sehr motivierend. Der Arbeitsauftrag gibt nicht vor, wie die Informationen
aus dem Internet verarbeitet werden sollen. Hier soll den Schülerinnen
die Initiative überlassen werden. Wahrscheinlich werden sie jedoch
auf Arbeitsverfahren, die im regulären Unterricht eingeführt
und geübt worden sind, zurückgreifen. Das Lesen der Texte aus
dem Internet erfordert andere Techniken als das Lesen didaktischer Texte.
Da die Bearbeitung authentischer Texte im bisherigen Unterrichtsgeschehen
immer problematisch war, sollte hier gezielt beobachtet werden, ob sich
die Schülerinnen geeigneter Strategien bedienen.
3. Nachfolgend kann die Beantwortung relevanter Fragen
des Szenenübersichts erfolgen. Die nachfolgenden Arbeitsaufträge
sind wegen ihres Schwierigkeitsgrades als Zusatzaufgaben ausgewiesen:
4. Die Aufgaben "Lord Byron: The wild rover"
ist dem Lehrwerk Making Headway: Literature. Upper–Intermediate
(Bowler 1993) entnommen. Die Aufgaben können in Partnerarbeit oder
aber zu viert durchgeführt werden. Eine ausführliche Beschreibung
der einzelnen Arbeitsaufträge soll an dieser Stelle nicht erfolgen,
sondern ist dem Arbeitsauftrag der Gruppe "Poetry" zu entnehmen.
5. Die Schülerinnen schauen sich einen Film zum
Leben Walt Whitmans an. Um passivem Sehverhalten vorzubeugen, sind offenere
Aufgabenstellungen angegeben. So könnten die Schülerinnen z.
B. eine listening comprehension für ihre Mitschülerinnen und
Mitschüler entwickeln.
6. Auch Shakespeare's A Midsummer Night's Dream spielt
eine zentrale Rolle im Film. Interessierte Schülerinnen könnten
(z. B. im Internet) Informationen über den Inhalt des Stückes
und die Rolle des Puck nachschlagen.
Materialien
Die Gruppe "Poetry" arbeitet überwiegend mit authentischen,
didaktisch ungefilterten Materialien oder mit Materialien für den
fortgeschrittenen Lerner der englischen Sprache. Zur Verfügung gestellt
werden:
- "The Hutchinson Pocket Encyclopedia" (Upshall 1992), eine
Enzyklopädie in Taschenbuchformat, nicht (primär) für
den Einsatz im Fremdsprachenunterricht geschrieben.
- "The Longman Dictionary of English Language and Culture"
(Summers 1992)
- Der Film "Walt Whitman; a precise biography" (Academy Media
) aus der Reihe "Famous Authors; biographies of great writers"
der Academy Media, London. Auch bei diesem Videofilm handelt es sich
um ein Medium, welches nicht primär für den Einsatz im Fremdsprachenunterricht
erstellt worden ist.
- Die Cassette zum Arbeitsauftrag 4
Darüber hinaus werden die Schülerinnen voraussichtlich mit verschiedenen
Texten aus der Britannica Online arbeiten.
Ziele
Die Schülerinnen sollen
- die Bedeutungen der Begriffe realism und romanticism mit Hilfe verschiedener
Nachschlagewerke kontrastiv erarbeiten.
- mit Hilfe des Internets Informationen zu den einzelnen Dead Poets
recherchieren.
- den Texten aus dem Internet wichtige biographische Informationen zu
den Dead Poets entnehmen und diese produktorientiert verarbeiten.
- für die Präsentationsphase wichtige Inhalte aus ihrem Thema
auswählen und der Klasse vorstellen.
1.4.1.4 Arbeitsgruppe 4: "Language of Film"
Die Arbeitsaufträge für diese Arbeitsgruppe wurden in weiten
Teilen auf der Basis der gleichnamigen Veröffentlichung von Wolf
Liebelt (Liebelt ) erarbeitet.
Teil 1 der Veröffentlichung aus der Reihe "Tips
für die Medienpraxis" des NLI enthält
- eine Liste von Fachausdrücken der Filmsprache, die einsprachig
erklärt und zum Teil zusätzlich übersetzt werden und
- ein vereinfachtes Flussdiagramm mit dem Titel "Making a film".
Teil 2 und 3 enthalten außerdem
- eine Auflistung von Fragen, die sowohl vor dem Einsatz des Filmes
zur Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler für
das Medium Film als auch nach dem Einsatz zur Filmanalyse eingesetzt
werden kann und
- eine einfache Redemittelliste für Schülerinnen und Schüler
"What I think about the film...".
Methodisch–didaktische Überlegungen
Obwohl Vokabeln einen höchst komplexen Lern– und Übungsgegenstand
darstellen, werden spezifische Wortschatzübungen im Fremdsprachenunterricht
eher vernachlässigt. "Vokabellernen" ist eine typische
Hausaufgabe, für deren Bewältigung Fremdsprachenlerner notwendigerweise
eigene Strategien entwickeln müssen. Die bekannteste und am häufigsten
praktizierte Methode ist das Memorieren zweisprachiger Vokabelgleichungen:
Die Schülerinnen und Schüler lernen Vokabeln, indem sie nach
Abdecken einer Spalte versuchen, sich an das Wort in der "anderen"
Spalte zu erinnern. Hauptkritikpunkt an dieser weit verbreiteten Methode
ist, dass Vokabeln isoliert ohne den dazugehörigen Kontext und damit
ungenau gelernt werden (Scherfer ).
Auch das Memorieren einsprachiger Vokabellisten – hier steht statt
einer ausgangssprachlichen "Übersetzung" dem zielsprachigen
Wort eine zielsprachige Paraphrase, Definition, oder ähnliches gegenüber
– ist für viele Schülerinnen und Schüler eher unbefriedigend
(Scherfer ).
Ausdrücklich empfohlen werden dagegen solche Übungsformen, welche
die Vorerfahrungen der Schülerinnen und Schüler aktivieren und
auf diese Weise eine bessere Behaltens– und Abrufleistung erzielen:
Die Fremdsprachenlerner erschließen Vokabeln auf der Basis ihrer
sprachlichen Vorkenntnisse und/oder ihres Weltwissens selbst. In diesem
Zusammenhang ist auch die Arbeit mit dem zwei– oder einsprachigen
Wörterbuch eine notwendige Technik zur Erweiterung des lexikalischen
Wissens der Schülerinnen und Schüler (Scherfer ).
Die Arbeitsaufträge enthalten hauptsächlich Übungen zur
Erschließung des Wortfeldes language of film.
1. Die Schüler bearbeiten Zuordnungsaufgaben zum
Aufbau des Wortfeldes zur Sprache des Films. Die Übungen sind so
angelegt, dass viele Vokabeln erraten werden können.
2. Das Flussdiagramm bildet für Schülerinnen
und Schüler, welche über keinerlei Vorwissen verfügen,
wie ein Film produziert wird, keine ausreichende Grundlage zur Bearbeitung
der Aufgabe. Die Schülerinnen werden sich deswegen noch zusätzliche
Informationen besorgen müssen, wenn sie diese Aufgabe bearbeiten
wollen. Sie ist deswegen als Zusatzaufgabe deklariert.
3. Die Beantwortung der Fragen aus dem Szenenübersicht
erfolgt mit dem Schwerpunkt "die Sprache des Films".
4. Die wichtigsten Ergebnisse der gruppenunterrichtlichen
Aktivitäten sollen auf einem Poster festgehalten werden.
Ziele
Die Schüler sollen
- durch Anwenden geeigneter Techniken die Bedeutung der Fachausdrücke
der Filmsprache erarbeiten.
- für das Thema "The Language of Film" bedeutende Fragen
aus dem Szenenübersicht beantworten.
- ein Poster erstellen, welches die wichtigsten Ergebnisse zusammenfasst.
- für die Präsentationsphase wichtige Inhalte auswählen
und vor der Klasse präsentieren.
1.4.1.5 Arbeitsgruppe 5: "Neil: Death of a Child"
Mit dem Schüler Neil können sich die Schülerinnen und Schüler
der 10. Klasse besonders stark identifizieren. Zu stark ist der elterliche
Druck, der auf ihm lastet. Neils persönliches Scheitern endet im
Selbstmord.
Methodisch–didaktische Überlegungen
1. Der Einstieg in das Thema erfolgt über das Stumme
Schreibgespräch mit dem Thema "Why does a teenager commit suicide?"
(Zu den Überlegungen zum Stummen Schreibgespräche vgl. 1.4.1.1:
Arbeitsgruppe 1: "Mr. Keating: The ideal teacher?")
2. Im nachfolgenden Bearbeitungsschritt übersetzen
die Schülerinnen und Schüler die Kernaussagen des Stummen Schreibgesprächs
in die Zielsprache. Sie erarbeiten ein mindmap, welches die wesentlichen
Gründe für den Selbstmord eines Jugendlichen darstellt.
3. Nachfolgend kann die Bearbeitung relevanter Fragen
aus dem Szenenübersicht erfolgen.
4. Die Aufforderung zum creative writing stellt hohe
Ansprüche an die Schülerinnen und Schüler: Hier soll ein
Tagebucheintrag nach Neils Tod geschrieben werden und zwar (a) aus der
Sicht von Mr. Keating, (b) aus der Sicht von Mr. Perry (Neils Vater) und
(c) aus der Sicht von Mrs. Perry. Die Auseinandersetzung mit dieser Aufgabe
setzt jedoch voraus, dass die Schülerinnen sich gut in die jeweiligen
Personen hineinversetzen zu können. Die Aufgabe ist deshalb eine
Zusatzaufgabe.
5. In diesem Arbeitsschritt sollen die Schülerinnen
und Schüler ein mindmap zu Neils wesentlichen Charaktereigenschaften
erstellen. Sie werden sich dabei im wesentlichen auf den Arbeitsschritt
drei stützen.
6. Diese Aufgabe ist wieder eine Zusatzaufgabe. Hier
sollen die Schülerinnen und Schüler, ähnlich wie in Arbeitsschritt
5, ein mindmap zu den wesentlichen Charaktereigenschaften des Mr. Keating
erstellen.
Ziele
Die Schülerinnen und Schüler sollen
- mit Hilfe eines stummen Schreibgesprächs mögliche Gründe
für den Selbstmord eines Jugendlichen diskutieren.
- in dem nachfolgenden Bearbeitungsschritt auf der Grundlage des vorangegangenen
stummen Schreibgesprächs die für sie bedeutendsten Gründe
für den Selbstmord eines Jugendlichen strukturiert visualisieren.
- die für das Thema "Neil Perry: Death of a Child" bedeutenden
Fragen aus dem Szenenübersicht beantworten.
- ein mindmap erstellen, welches die wesentlichen Informationen über
die Person Neil Perry zusammenfasst.
- wichtige Inhalte zu ihrem Thema auswählen und vor der Klasse
präsentieren.
1.4.1.6 Arbeitsgruppe 6: "Cast Info I: General Information"
Methodisch–didaktische Überlegungen
1. Wesentlicher Schwerpunkt dieser Arbeitsgruppe wird
die Recherche im Internet sein. Die Schüler suchen nach allgemeinen
Informationen zum Film sowie nach Informationen zu den einzelnen Schauspielern.
2. Die Schüler bearbeiten relevante Fragen im Szenenübersicht
3. Im nachfolgenden Bearbeitungsschritt sollen die Materialien,
die aus dem Internet gewonnen werden konnten, gesichtet und ausgewertet
werden. Die Schüler schreiben kurze Texte zu den Schauspielern in
Dead Poets Society. Die Ergebnisse werden auf einem Poster festgehalten.
4. Die Zusatzaufgaben (4) und (5) sind für technisch
versierte Schüler gedacht, die noch einmal gezielt im Internet arbeiten
möchten. Sie suchen nach Ton– und Bilddateien und erstellen
für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler eine Clipart–
oder Sound–Gallery. Da dieser Auftrag sehr arbeitsintensiv ist,
ist er als Zusatzaufgabe gekennzeichnet.
Ziele
Die Schülerinnen sollen
- durch die Recherche im Internet den Umgang mit den neuen Medien üben.
- ihre fremdsprachliche Kompetenz durch das Verfassen von Kurztexten
üben
- ein Poster erstellen, welches die wichtigsten Ergebnisse zusammenfasst.
- für das Thema relevante Fragen aus dem Szenenübersicht beantworten.
- wichtige Inhalte zu ihrem Thema auswählen und vor der Klasse
präsentieren.
1.4.1.7 Arbeitsgruppe 7: "Cast Info II"
Die letzte Arbeitsgruppe muss sich mit der Gruppe 6 verständigen,
damit die Arbeitsergebnisse nicht zu ähnlich sind.
Methodisch–didaktische Überlegungen
1. Diese Arbeitsgruppe wird zunächst mit dem Medium
Film arbeiten und relevante Fragen aus dem Szenenübersicht beantworten.
2. Schwerpunkt des zweiten Arbeitsschrittes wird die intensive Recherche
im Internet sein. Die Schülerinnen sollen ähnlich wie die Gruppe
6 nach allgemeinen Informationen zum Film und zu den Schauspielern suchen.
Weiterhin sind eine Reihe von abstracts im Internet vorhanden, welche
den Schülerinnen als Vorlage zum Verfassen einer eigenen Inhaltsangabe
dienen können. Die Inhaltsangabe soll nicht mehr als 250 Wörter
umfassen.
3. Die folgende Aufgabe ist als Zusatzaufgabe gekennzeichnet.
Hier sollen die Schülerinnen ein Poster mit den wichtigsten Szenen
erstellen.
4. Auch die folgende Aufgabe ist eine Zusatzaufgabe:
Hier sollen die Schülerinnen Kurztexte zu den Hauptpersonen im Film
und deren Funktion verfassen. Die Bearbeitung dieser Aufgabe erfordert
eine sehr genaue Kenntnis des Films.
5. Die letzte Zusatzaufgabe behandelt das Thema "Musik"
in Dead Poets Society. Die Schülerinnen bekommen die CD zum Film,
können sich Filmmusik somit in aller Ruhe anhören und ihre Wirkung
verspüren. Sie sollen Recherchen zu dem Komponisten anstellen. Eine
weitere Teilaufgabe dieses Arbeitsauftrages erfordert wiederum die Arbeit
mit dem Film. Die Schülerinnen sollen wenigstens drei Szenen herausfinden,
in denen die Musik ein wichtige Rolle spielt.
Ziele
Die Schülerinnen sollen
- Relevante Fragen aus dem Szenenübersicht beantworten
- durch die intensive Recherche im Internet den Umgang mit den neuen
Medien üben.
- Eine Inhaltsangabe zu Dead Poets Society schreiben.
1.5 "Der lehrerzentrierte Lehrgang"
Der eher lehrerzentrierte Lehrgang soll durch die folgende Übersicht
nur skizziert werden. Die Arbeitsblätter zu diesen Unterrichtsstunden
sind dem Anhang beigefügt (S. 107–115). Die Gruppenpräsentationen
werden sinnvoll in diesen Lehrgang integriert.
| |
INHALTE |
| STUNDE 1 |
1. SCENE 18: THE PRITCHARD LESSON (1) |
STUNDE 2/3
DOPPELSTUNDE |
1. SCENE 34–36: KEATING'S "POINT OF
VIEW LESSON" 2. GROUPWORK: PREPARING YOU
PRESENTATIONHA: SCENE 52: TODD'S YAWP LESSON |
| STUNDE 4 |
1. GROUP PRESENTATION: MR. KEATING: THE IDEAL TEACHER?
2. SCENE 52: TODD'S YAWP LESSON (2)HA: SCENE 56:
THE MARCHING LESSON |
| STUNDE 5 |
1. GROUP PRESENTATION: INDIVIDUALITY – CONFORMITY
2. SCENE 56: THE MARCHING LESSONHA: THE ROAD NOT
TAKEN (POEM) |
STUNDE 6/7
DOPPELSTUNDE |
1. GROUP PRESENTATION: POETRY 2.
THE ROAD NOT TAKEN (POEM)HA: POEM: I WENT TO THE WOODS |
| STUNDE 8 |
1. GROUP PRESENTATION: LANGUAGE OF FILM 2.
POEM: I WENT TO THE WOODS 3. GROUP PRESENTATION:
NEIL: DEATH OF A CHILD |
| STUNDE 9 |
1. GROUP PRESENTATION: CAST INFO I 2.
GROUP PRESENTATION: CAST INFO II 3. THE FINAL
SCENE |
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|