|
Einleitung
Einsatzberichte
Arbeitsblätter
Filmscript
Kritiken&Aufsätze
Filmsprache
Links
Standbilder
Sitemap
Impressum
|
|

Die hier vorgelegte Szenenübersicht
samt Fragen war Grundlage eines kleinen Unterrichtsprojektes, das
mit einer 11. Klasse erprobt wurde. Die SchülerInnen hatten den Roman
"Dead Poets Society" in einem Zeitraum von vier Wochen zu Hause
gelesen und "summaries" zu den 15 Kapiteln angefertigt; die
eigentliche Besprechung erfolgte dann aber ausschließlich anhand
des Filmes. Wer den Film ohne vorherige Lektüre des Romans durch
die Schüler einsetzen will, kann das sicherlich tun, da das vorgelegte
Szenenübersicht wesentliche Anhaltspunkte für das Verständnis
bietet. Wer den Schülern noch mehr Hilfestellung bieten will, kann
ihnen eine hier leicht überarbeitete Liste für das Verständnis
wichtiger Vokabeln an die Hand geben,
wie sie Lucille Grindhammer zusammengestellt hat. In diesem Zusammenhang
sei auch hingewiesen auf die Arbeitshilfe zum Roman "Dead Poets Society"
in der Reihe "Aschendorffs Vokabularien" (bearbeitet von H.G.
Krapf) 1.
Da der Roman nach dem Film geschrieben wurde und sich sehr eng an die
Vorlage anlehnt viele wörtlich übernommene Dialoge ist das Vokabularium
auch für denjenigen, der nur mit dem Film arbeiten will, von Interesse.

Stop and Go bei der Filmvorführung
In dem skizzierten Unterrichtsprojekt wurden pro Unterrichtsstunde etwa
10 bis 15 Minuten des Filmes gezeigt. Langjährige Erfahrungen mit
dem Schulfernsehen haben gezeigt, dass längere Filmanteile im fremdsprachlichen
Unterricht in der Regel nicht sinnvoll sind. Alle SchülerInnen hatten
die hier abgedruckte Szenenübersicht samt Fragen vor sich liegen:
nur so ist gewährleistet, dass sie sich schnell orientieren können,
eine Voraussetzung jeder unterrichtlichen Diskussion über einen Film.
Der Film wurde dann im "Stop and Go"Verfahren vorgeführt.
In kleineren oder größeren Pausen wurden die Fragen teils in
Individualarbeit, teils in Partner oder Gruppenarbeit beantwortet und
anschließend im Plenum besprochen. Pausen für die Beantwortung
der Fragen sind wichtig, da man nicht gleichzeitig einen Film, insbesondere
einen fremdsprachlichen, anschauen und Antworten schriftlich zu Papier
bringen kann. Dies ist an sich eine Selbstverständlichkeit, wird
aber in der Unterrichtspraxis häufig vergessen. Als sprachliches
Hilfsmittel lag allen SchülerInnen eine annotierte Liste "Selected
Terms for Film Analysis" vor.
Man kann die Szenenübersicht als solche, d.h. ohne die Schülerfragen,
auch für den Unterricht nutzen, und zwar in der Weise, dass man den
SchülerInnen nur die Nummern sowie die Zählwerkeinstellungen
der einzelnen Szenen gibt. Die englischen Überschriften/Titel müssen
dann, vorzugsweise in Gruppenarbeit, erstellt werden. Dies mag als mechanische
Arbeit erscheinen, schult aber ein intensives und gezieltes Hinsehen und
beugt einem passiven Sehverhalten vor. Man kann die Szenenübersicht
ferner nutzen, indem man die SchülerInnen die entsprechenden Szenen
des Romans (mit Seite und Zeile) den Filmszenen zuordnen läßt.
Dadurch wird ein gezieltes Lesen geübt und gefördert. Ein kleiner
Tip am Rande: Zum schnellen Auffinden und Benennen der Buchzeilen sollte
ein Lesezeichen aus durchsichtiger Folie erstellt werden, auf dem die
Zeilen im 5er Abstand vermerkt sind.
Die äußeren Gegebenheiten bei dem geschilderten Unterrichtsversuch
waren insofern günstig, als beim Sichten die Tonspur des Filmes im
Sprachlabor über Kopfhörer zu hören war (der Videorecorder
ist an meiner Schule an die Sprachlehranlage angeschlossen): gerade beim
fremdsprachlichen Film ist dies intensive Hören von großem
Vorteil. Da sich bei den Fragen auch eine Anzahl reiner Hörverstehensfragen
findet (und die o.g. günstige Sprachlaborsituation an Schulen die
Ausnahme ist), empfiehlt sich ein Mitschneiden der Tonspur des Filmes
auf Audiocassette. Dies ist mittels eines Überspielkabels ganz einfach
zu bewerkstelligen. Mit Audiocassette und Cassettenrecorder können
dann manche Fragen in der Schule und auch zu Hause beantwortet werden.
Da die Ausstattung von Schulen mit Videorecordern häufig zu wünschen
übrig läßt, kann mit dem zusätzlichen Medium "Tonspur
des Filmes" sicherlich auch gelegentlich eine Stunde überbrückt
werden, in der ein Videorecorder nicht zur Verfügung steht.
Es gibt eine Reihe von sinnvollen Übungstypen bei der Arbeit mit
der Tonspur eines Filmes.

Auf dem Weg zu „film literacy“
Manch einem mögen einige der reinen Hör- oder Sehverstehensfragen
auf den Schülerarbeitsblättern kleinschrittig und sogar etwas
banal vorkommen ("What does Nolan say to Todd?"), aber die Erfahrung
hat gezeigt, dass SchülerInnen sich den Film viel genauer und intensiver
anschauen, wenn solche Fragen zu beantworten sind. Allgemein gehaltene
Fragen im Anschluß an eine Filmvorführung ("How did you
like the film?") beeinflussen das Sehverhalten nicht und führen
erfahrungsgemäß auch nicht zu großen Ergebnissen.
Ein anderer Typ von Fragen zielt darauf ab, für das Medium Film zu
sensibilisieren und das zu vermitteln, was im Englischen mit "film
literacy" bezeichnet wird. Dabei reicht das bloße Erkennen
filmischer Gestaltungsmittel nicht aus: es muss immer auch geklärt
werden, welche Funktion ein solches Mittel hat: Warum erscheint hier eine
Nahaufnahme? Warum wird hier aus der Vogelperspektive gefilmt? Warum wird
hier eine bestimmte Musik unterlegt? etc.
Eine weitere Frage, die Unterschiede zwischen dem gedruckten und gefilmten
Text deutlich hervorheben läßt, ist die Frage nach Atmosphäre
und Stimmung einer Szene. Sehr schön läßt sich das verdeutlichen
an der kurzen, wortlosen, aber enorm dichten Szene "Ode to Joy"
(No. 53), in der Musik, Farben, Bilder und Kamerabewegung eine Stimmung
"zaubern", die auch mit sehr vielen gedruckten Worten nur schwer
zu vermitteln wäre. Deshalb wird an dieser Stelle auch gefragt: "Translate
the film language of this scene into written language".
Wenn man Textvorlage und Film bzw. Filmvorlage und Text miteinander vergleicht,
kann man oft Sätze hören wie "Der Film ist gut, weil er
genauso ist wie das Buch." oder "Der Film taugt nichts, weil
er sich zu sehr vom Buch löst." Fragen wie die o. g. helfen
zu erkennen, dass beide Medien eigenständig sind und ganz spezifische
Möglichkeiten haben.
Aus der Aufteilung des Filmes in Einzelszenen ergibt sich eine weitere
Frage, die wiederholt in den Schülerarbeitsblättern auftaucht,
nämlich die Frage nach der Zusammenstellung der Szenen ("montage").
Wodurch werden einzelne Szenen miteinander verbunden? Bei einem flüchtigen
Anschauen des Filmes bemerkt man häufig noch nicht einmal, dass beispielsweise
Szenen, die anscheinend nichts miteinander zu tun haben, häufig durch
die Musik miteinander verknüpft sind. Und erst ein sehr gezieltes
Hinschauen wird beispielsweise die feinen Zusammenhänge zwischen
den Szenen 18 und 19 erkennen lassen ("What would your verse be?").
Wie schon erwähnt, sollten diese Fragen sowohl in Einzelarbeit als
auch in Partner- und Gruppenarbeit beantwortet werden. Der Wechsel der
Sozialformen bei dieser Art der Filmbesprechung ist wichtig, da sonst
die Gefahr der Eintönigkeit besteht. Bei Gruppenarbeit bietet sich
an, dass eine Gruppe sich über mehrere Szenen hinweg etwa mit Fragen
zu auffallenden filmischen Mitteln (z.B. "extreme field sizes and
camera angles") beschäftigt, eine andere mit der Tonspur ("dialogue,
music, background noise"), andere Gruppen mit der Zusammenstellung
von und den Übergängen zwischen den Szenen ("montage")
oder der Atmosphäre in bestimmten Szenen ("How is the atmosphere
conveyed in the movie?"). Im Laufe der Sichtung und Besprechung des
Filmes können dann die Gruppenaufgaben getauscht werden, so dass
alle SchülerInnen für die verschiedenen Bestandteile des komplexen
Mediums Film sensibilisiert werden.

Is Keating pedagogue or a demagogue?
Viele der Fragen im Schülerarbeitsmaterial sind bewußt relativ
kleinschrittig gehalten und beziehen sich direkt auf Bild und Ton einzelner
Filmszenen. Übergreifende inhaltliche Fragen/Aufgaben wie:
- Characterize Keating / the "bad guys" (Headmaster Nolan,
Mr. Perry) / the boys.
- Is Keating a pedagogue or a demagogue?
- Describe and comment on Mr. Keating's philosophy of life.
- How are the boys influenced by Keating's personality and/or philosophy
of life?
- In what way can school encourage individualism or conformity?
sind im Fragenkatalog teilweise auch enthalten, sollten aber verstärkt
nach Sichtung und Analyse des gesamten Filmes besprochen oder in einer
Klausur erörtert werden.
Neben diesen übergreifenden inhaltlichinterpretatorischen Fragen
gibt es auch übergreifende filmspezifische Fragen, von denen hier
einige genannt seien:
- What audience has the film been made for?
- Does the film fall into any particular genre?
- What are the ingredients for such a Hollywood teenpic? (Grindhammer)
- Do you know of other films that have similar ingredients?
- Through whose eyes do we see the story?
- How do you recognize the "goodies" and the "baddies"
in the film?
- How does the filmmaker emphasize which characters are important?
- How does the film communicate nonverbally?
- Does the film manipulate emotions in a positive or negative way? How?
Give examples.
Auch zum Bereich Tonspur/Musik kann man übergreifende
Fragen stellen, wie beispielsweise:
- What role does music play in this film?
- Does it influence where our sympathies lie?
- Which pieces of classical music do you recognize in the movie?
- In which scenes of the movie are the following pieces of classical
music used:
1. Händel, Water Music, Suite III in D, "Allegro"
2. Beethoven, Ninth Symphony No. 9
3. Beethoven, Piano Concerto No. 5 in E Flat Major, "Emperor"?
Solche übergreifenden Fragen, die im Schülerarbeitsmaterial
nicht aufgeführt sind, eignen sich für zusammenfassende Schlußbetrachtungen,
Referate und Klausuren.

Der Vergleich von Film und Buch
Normalerweise bietet bei der Besprechung eines Filmes der Vergleich mit
einer literarischen Vorlage gute methodische Möglichkeiten, denn
grundsätzlich erleichtert die Kontrastierung zweier Analysegegenstände
die Analyse nicht nur, sondern sie verfeinert sie auch. Bei "Dead
Poets Society" bietet der Vergleich aber nur begrenzte Möglichkeiten.
Das liegt daran, dass, wie schon erwähnt, zunächst der Film
gedreht wurde und der Roman von N.H. Kleinbaum erst danach geschrieben
wurde; die "novelization" lehnt sich sehr eng an den Film an
und übernimmt auf weite Strecken den Dialogtext des Drehbuches. Wenn
umgekehrt am Anfang ein literarischer Text steht, und der Film erst danach
gedreht wird, bietet sich ein Vergleich als lohnenswertes unterrichtliches
Projekt geradezu an. Der Filmemacher, der einen Film nach einer Romanvorlage
dreht, wird in der Regel viel freier damit umgehen als der Autor, der
auf der Grundlage eines Filmes ein Buch schreibt. Je größer
die Unterschiede zwischen Film und Buch sind, desto mehr Diskussionsstoff
ist vorhanden. Wer dies sei als Randbemerkung gestattet einen solchen
Text/Film im Englischunterricht im kleineren, überschaubaren Rahmen
einmal ausprobieren möchte, dem sei die Reihe "American Short
Story on Film" empfohlen. Dabei handelt es sich um insgesamt 14 für
das amerikanische Fernsehen ("Educational Television") produzierte
Filme verschiedener Regisseure. Diese Filme zu "short stories",
beispielsweise von Hemingway, Richard Wright, F. Scott Fitzgerald, Kurt
Vonnegut und Ray Bradbury, können über das NLI bzw. die kommunalen
Bildstellen ausgeliehen werden.
Aber auch wenn im Falle von "Dead Poets Society" der Vergleich
Text/Film nicht so ergiebig ist wie bei den genannten "short stories",
gibt es dennoch eine Reihe von Fragen, die man nach der Lektüre des
Romans und vor dem sich anschließenden Sichten des Filmes bearbeiten
könnte, zum Beispiel:
- If you were the director of the film, what kind of setting would
you choose for Welton Academy / the Danburrys’ house / the Perrys’
house / Mr. Keating’s private room?
- What kind of actor/actress would you choose for the roles of Mr.
Keating / Headmaster Nolan / Mr. and Mrs. Perry / Neil / Todd? (Try
to find photos or pictures in magazines that show your actor/actress.)
- What patterns of behaviour should they exhibit?
- Would you use background music?
When? Why? What kind?
- When would you use voiceover, when dialogue?
- Would you use any sound effects?
- Which field sizes would you use in the opening scene / final scene?
Why?
- Which camera angle would you use to show Todd’s humiliation
/ the boys’ idolization of Mr. Keating / Mr. Nolan’s power
/ Mr. Perry’s threatening / Neil’s helplessness / Charlie’s
dominance / Neil’s pleading / ... / in scene(s) ...?
Nachdem Buch und Film bekannt sind, kann man die genannten
Fragen bzw. Schüler-Antworten mit den Antworten bzw. Lösungen
des Regisseurs vergleichen. Zusätzlich lassen sich dann Fragen erörtern
wie
- How does the film (the text) begin?
- How does the film (the text) end?
- From whose point of view is the film (the text) told?
- How are the thoughts of individual characters expressed in the film
(the story)?
- In comparing the film and the novel did you notice any additions
/ omissions / deletions / simplifications / shifts of emphasis?
- Why was the scene added / expanded / omitted / simplified?
- Does the novel make any quantitative and/or qualitative changes?
- Are passages of dialogue added? Why?
- What is a faithful transposition?
- Is the novel a faithful transposition of the film?
- Which do you like better, the film or the novel? Why?
Wenn man die Frage nach "omissions" bzw. "additions"
zeitsparend besprechen oder bearbeiten lassen will, kann man die beiden
größeren Abweichungen des Romans vom Film auch vorgeben. Es
handelt sich dabei um die Buchpassage S. 111,15 - 115,6, in der Keating
die Jungen mit Witz und Ironie darauf vorbereitet, wie sie im College
einmal Examensarbeiten schreiben sollen: "Gentlemen, today we will
consider a skill which is indispensable for getting the most out of college
analysing books you haven’t read". Der zweite Passus umfaßt
vier Buchseiten (S .144,2 - 147,21) und beinhaltet eine Szene, in der
Keating die Jungen in ihrer Höhle aufsucht. Es werden Gedichte rezitiert,
darunter eines mit dem Titel "General William Booth Enters Into Heaven"
von Vachel Lindsay. Der darin enthaltene und von den Jungen im Chor wiederholte
Kehrreim lautet "Are you washed in the blood of the lamb?".
Während sich dies Ritual, das auf den Tod des Gründers der Heilsarmee
hinweist, in der Höhle abspielt, bereitet sich Neil im Haus seiner
Eltern auf den Selbstmord vor.
Diese beiden aus dem Buch gewissermaßen herausragenden Szenen bieten
sicherlich interessanten Diskussionsstoff. Es ist auch denkbar, dass man
vom gesamten Roman nur diese beiden Szenen in einen Unterricht integriert,
der sich im übrigen am Leitmedium Film orientiert.

Shakespeare und Tennyson und „Der Klub der toten Dichter“
In das im vorausgehenden skizzierte Unterrichtsprojekt wurden zwei Gedichte
einbezogen, die im Film bei den Höhlen-Treffen der Mitglieder des
Clubs der toten Dichter in Auszügen rezitiert werden. Grund für
diesen kleinen Exkurs war das Bestreben, den Unterricht durch Methodenwechsel
interessanter zu gestalten. Gedichtinterpretation an sich ist im Fremdsprachenunterricht
in der Regel für SchülerInnen nicht sonderlich motivierend.
Die Tatsache jedoch, dass hier Gedichte besprochen wurden, die die jugendlichen
Filmhelden Charlie und Neil mit großem Enthusiamus rezitieren, führte
dazu, dass die SchülerInnen für diese Arbeit sehr aufgeschlossen
waren. Ausgewählt wurden Shakespeares
Sonett No. XVIII ("Shall I compare thee to a summer’s day ...")
und Tennysons dramatischer Monolog
"Ulysses" . Bei letzterem lassen sich recht gut inhaltliche
Querverbindungen ziehen zur "philosophy of life", wie sie Keating
vermittelt. Die Links zu den beiden Gedichten enthalten Vokabelhilfen
und einigen Interpretationsfragen. Weitere ausführliche Informationen
zu den Gedichten in "Dead Poets Society" bietet Angelika Krüger-Kahloula
in ihrem Aufsatz "Recycling Dead Poets: An English Unit for the Upper
Grades" .

From Reel to Real
Den Abschluß des Unterrichtsprojektes bildete die Lektüre eines
Aufsatzes von Greenfield Pitts: "Mr.
Keating from ‘Dead Poets Society’: From Reel to Real"
. Darin berichtet ein ehemaliger Schüler von John Keating über
den wirklichen Mr. Keating. Keating, der noch lebt und an der University
of Connecticut Englisch unterrichtet, heißt in Wirklichkeit Sam
Pickering, während der Pitts aus dem Film auch in Wirklichkeit Pitts
heißt. Übrigens ist auch der Regisseur des Filmes, Tom Schulman,
ein ehemaliger Schüler von Keating alias Pickering. Die Schüler
lasen den sprachlich nicht ganz einfachen Text von Pitts mit großem
Interesse, handelt es sich doch dabei um einen authentischen Text zu einem
beliebten Film, nicht einen "normalen" Schulbuchtext. Wer das
Unterrichtsprojekt "Dead Poets Society" noch etwas weiter ausbauen
möchte, der kann auch noch den echten Mr. Keating (Sam Pickering)
zu Worte kommen lassen. In einem Aufsatz "Speakeasy"
, berichtet er darüber, wie er mit dem plötzlichen Ruhm, zu
dem ihm der Film verholfen hat, fertig wird.

Klassenstufe und Dauer des Unterrichtsprojekts
Das skizzierte Unterrichtsprojekt erstreckte sich über einen Zeitraum
von ca. 30 Unterrichtsstunden. Länger sollte es nicht dauern, da
sich auch ein sehr motivierendes Thema sonst totläuft. Auf der anderen
Seite muss man sehen, dass für die Beantwortung der Fragen die einzelnen
Szenen in aller Regel zweimal vorgeführt werden müssen. Stellt
man dann noch eine Sichtung des Filmes en bloc an das Ende der Unterrichtseinheit,
so benötigt man allein für das Sichten des zweistündigen
Filmes fast 10 Unterrichtsstunden. Für Diskussion und Interpretation
des Filmes und der Zusatztexte (Gedichte und biographische Sekundärtexte)
sowie für eine Klausur verbleiben dann noch ca. 20 Unterrichtsstunden.
Selbstverständlich kann man straffen, indem man den Fragenkatalog
auf einige Kernszenen reduziert, aber wenn man wirklich mit dem Film qua
Film arbeiten will, dürften 20 Unterrichtsstunden wohl das Minimum
sein.
“Dead Poets Society“ als Bestandteil von Grund- oder Leistungskursen
Der Einsatz des Filmes im Englischunterricht ist in den Klassen 10 bis
13 denkbar. Ein Integrieren in Kurse wie "Education", "Education
in the USA" oder "Hollywood goes to School" bietet sich
an. Im letztgenannten Fall könnte man unter folgenden Filmen, in
denen es um Schule, Schüler und Lehrer geht, auswählen, wobei
allerdings gesagt werden muss, dass sie in der Regel nicht zum Verleihbestand
der Bildstellen/Medienzentren gehören; eine Beschaffung via Internet
ist in der Regel unproblematisch. Ausführliche Zusatzinformationen
zu diesen und vielen anderen Filmen bietet die Internet
Movie Data Base .
The
Blackboard Jungle
The
Corn is Green
Conrack
Educating
Rita
Goodbye,
Mr. Chips
Good Morning,
Miss Dove
Lean
on Me
The
Prime of Miss Jean Brodie
Stand
and Deliver
Summer School
Teachers
To Sir, With Love
Up the Down
Staircase
|
|