Die Don-Bosco-Schule ist eine Haupt- und Realschule in Trägerschaft des Bistums Hildesheim.

Aktivitäten 2008/2009
Das Sozialpraktikum in Breslau - eine deutsch-polnische Begegnung

Vom 19. bis 25.4.09 verbrachten wir, Schülerinnen und Schüler der Klassen 10R1 und 10R2 mit zwei Lehrern, unser Sozialpraktikum in Breslau.

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Am Sonntag, den 19.4.09 brachen wir vom Hildesheimer Hauptbahnhof in Richtung Breslau auf. Unser erster Umstieg war in Hannover und der zweite in Berlin. Von da mussten wir mit einem Bummelzug weiterfahren und kamen um 15.30 h in Breslau an. Nach einem kürzeren Fußmarsch kamen wir an unserem Quartier, dem Angelus-Silesius-Haus, an. Für diesen Tag stand auf unserem Programm das Beziehen der Zimmer, ein Erstkontakt zur polnischen Gruppe und ein Erkundungsgang durch Breslau am Abend.

 

 

 

 

Am Montag gab es Kennenlernspiele und am Nachmittag ein Stadtspiel, zur genaueren Erkundung der Stadt. Dabei mischten sich unsere Gruppen mit deutschen und polnischen Schülerinnen und Schülern. Danach gab es Abendessen und wir hatten Freizeit.

 

Dienstag beschäftigten wir uns mit dem Thema „Krieg und Frieden, Erinnerung und Gedenken“. Am Nachmittag bekamen wir dann eine Führung über einen jüdischen Friedhof, wobei wir Neues über die jüdische Religion lernten. Zum Beispiel erfuhren wir, dass eine zerbrochene Säule oder ein zerbrochener Baumstamm an einem Grab zeigt, dass dieser Mensch durch einen tragischen Unfall gestorben ist.
Anschließend arbeiteten wir auf diesem Friedhof. Die Mädchen rupften Unkraut und die Jungen harkten Laub.
Pünktlich zum Abendessen waren wir wieder zurück.
Ein Filmabend schloss sich an.

Am Mittwoch stand eine Diskussion über Helden aus der Geschichte im Mittelpunkt und wir setzten unsere Arbeit auf dem jüdischen Friedhof fort.

Am Ende des Tages gab es einen deutsch-polnischen Abend, an dem wir alle etwas über die andere Kultur erfuhren. So zeigten wir zum Beispiel Fotos von unserer Stadt und der Don-Bosco-Schule und die polnischen Schülerinnen und Schüler brachten uns einige Wörter in ihrer Sprache bei. Außerdem spielten wir mit ihnen „Reise nach Jerusalem“. Dieses Spiel wird oft auf polnischen Hochzeiten gespielt.

Zum Schluss schenkten wir unseren polnischen Freunden T-Shirts mit dem Logo unserer Schule. Danach wurden noch ein paar Fotos geschossen. Dieser Abend war sehr nett und lustig; es war eine wirklich gute Gemeinschaft zwischen uns entstanden.

Der Donnerstag wurde zu einem interessanten Erlebnis, da wir das ehemalige Arbeitslager „Groß Rosen“ besuchten. Der Anblick der Gedenksteine und des Ortes, wo viele Häftlinge erschossen wurden, machte uns sehr betroffen. Durch eine Führung, einen Film und einen Blick in eine Baracke wurden unsere Gefühle noch vertieft und verstärkt. Man kann kaum glauben, dass Menschen zu so einem Umgehen mit anderen fähig sind.
Mit dem Wetter hatten wir an diesem Tag leider Pech, denn es regnete!
Um 16 Uhr besuchte uns ein Zeitzeuge, ein ehemaliger Häftling des Arbeitslagers „Groß Rosen“. Er berichtete vom Leben im Arbeitslager, ging aber nicht auf Gefühlsfragen ein. Wir vermuteten, dass es für ihn ein Schutz war.

Der Abend klang gemütlich aus.

Am Freitag werteten wir erst den vorherigen Tag aus und dann die gesamte Woche.

Nach dem Mittagessen verabschiedeten wir die polnische Gruppe und danach gingen wir noch mal in die Stadt. Wir haben eine wirklich sehr nette Begegnung gehabt und so ging vielen der Abschied doch nah.

Mit vielen Erlebnissen und neuen Eindrücken machten wir uns am Samstag um 6.15 Uhr auf den Heimweg nach Hildesheim. Wir werden diese Zeit nie vergessen und finden es toll, dass die Don-Bosco-Schule ein solches Sozialpraktikum ermöglicht. Vielen Dank an Frau Weiß und Herrn Baum für die Begleitung in dieser Woche. 

Von Elisa Kirchhoff und Sarah Teich



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