Die Don-Bosco-Schule ist eine Haupt- und Realschule in Trägerschaft des Bistums Hildesheim.

Aktivitäten 2009/2010

Bau einer Insektenarche - ein neues Umweltschulprojekt an der Don-Bosco-Schule
Februar-März 2010


Unsere Arche

Die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses Biologie RS 10 haben mit ihrem Biologielehrer Herrn Rasche ein neues Umweltschulprojekt umgesetzt, eine große „Insektenarche“ gebaut und sie im südwestlichen Teil des Schulgeländes errichtet.
Das am öffentlichen Weg (Verbindung zur Grundschule auf der Höhe) erstellte Bauwerk
ist ca. 1,5 m lang, 1 m breit und 2,2 m hoch.

Das Konstruktionsholz wurde uns von der Firma Köster aus  Emmerke gespendet. Hierfür an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank!


Richtfest

Der obere Teil bietet vielen Wildbienenarten Lebensraum und Unterschlupf. Wildbienen,
von denen es in Deutschland mehr als 500 Arten gibt, leben solitär. Sie bilden also keinen Staat wie etwa die Honigbiene, und sind daher völlig harmlos und stechen nicht. In den mit Stängeln verschiedener Pflanzen (Schilfrohr, Brombeere, Brennnessel, Wilde Möhre, Schierling usw.)  versehenen Holzkästen , in den markhaltigen Zweigen des Holunders und in den gebohrten Löchern der Hartholzscheiben (Weiß- und Rotbuche, Eiche usw.) legen diese überaus wichtigen Blütenbestäuber  Brutkammern an, in die jeweils nacheinander ein Ei und Pollen zur Ernährung der Larve eingebracht werden. Diese Brutkammern verschließen die Wildbienen nach außen dann mit kleinen Sandkörnern, Pflanzenteilen oder Lehm.

Viele Wohnungen

Holz verbinden
Bei dem roten Kasten mit den schlitzförmigen Öffnungen handelt es sich um ein Florfliegenquartier. Florfliegen, wegen ihrer Augen oft auch als Goldaugen bezeichnet, gehören zu den Netzflüglern. Sie überwintern als fertige Insekten und sind ausgeprägte Blattlausjäger. Auch die Larven der Florfliegen ernähren sich von Blattläusen. Deshalb nennt man sie Blattlauslöwen.

Arbeiten mit Lehm

Viele Bohrlöcher sollen es sein
 

Der mit Totholz  (Weide, Pappel) gefüllte untere Teil der Arche bietet einen Lebensraum für Käfer.
So könnten sich hier die bis zu 12 cm langen Larven des Nashornkäfers entwickeln, die dazu mehrere Jahre brauchen. Dass diese geschützte Käferart im Schulgelände der Don-Bosco-Schule vorkommen kann, zeigte sich im letzten Jahr, als mehrere Larven und ein fertig entwickelter Nashornkäfer in den eigentlich als Sitz- und Spielgeräten vor Jahren im Gelände verteilten Pappelstämmen nachgewiesen wurden.

 


Krampen befestigen Draht

Dachbegrünung
 

Auf das Dach wurde eine ca. 8 cm dicke Schicht aus einer Mischung von Lavagrus, Lehm und Sand aufgebracht. In diesem Substrat wachsen besonders trockenheitsresistente  Pflanzen, die nur wenig Wasser und Nährstoffe brauchen.  Viele Ableger und Sprossen von Mauerpfefferarten  (Sedum reflexum, Sedum album, Sedum acre )  und  Hauswurzarten (Sempervivum sp.) sind der Start zu einer Begrünung der gesamten Dachfläche.  Schon im Sommer sollten die ersten Pflanzen blühen und somit auch als Nektar- bzw. Pollenquelle den Bewohnern der Arche zur Verfügung stehen.


Erst graben - dann säen!
 

Da die zukünftigen Bewohner natürlich auch am Umfeld des Standortes Gefallen finden sollen, sind die umgebenden Flächen so vorbereitet worden, dass sie mit verschiedenen
Feld- und Wildblumenmischungen  eingesät werden konnten.

 

Diese naturnahe Umgebung wird sicherlich im Sommer dann auch für den menschlichen Betrachter zur Augenweide.
Im Sinne unserer Projektidee freuen wir uns aber hier auch über jede blühende Distel und jedes sich einstellende „Wildkraut“.
Es bleibt zu hoffen, dass die seitlich angebrachte Informationstafel wie auch die Arche selbst bei Schülerinnen und Schülern, bei Besuchern und Spaziergängern auf Interesse stoßen, Anregungen zu eigenen Naturschutzbemühungen bieten und von Beschmierungen und Zerstörungen verschont bleiben.

                                   B.Rasche


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