Die Don-Bosco-Schule ist eine Haupt- und Realschule in Trägerschaft des Bistums Hildesheim.

Aktivitäten 2010/2011
Spuren im Netz


Spuren im Netz: SchülerVZ, Youtube und ICQ- Wie sichern wir unsere Kinder?
Im Rahmen des Eltern-Lehrer-Forums der Don-Bosco-Schule wurde diese Frage geklärt.



Auf der rechten Seite des Referenten stand ein Werkzeugkasten, Symbol dafür, wie Erwachsene das Internet nutzen: als Mittel zum Zweck für berufliche oder private Anliegen, verbunden mit Pflichtgefühl, Verantwortung und Müssen.

Auf der anderen Seite stand die Pappfigur Max, 13 Jahre alt, neben ihm lag ein Spielzeug. Zeichen dafür, wie Jugendliche das Internet in Anspruch nehmen: als Freizeitangebot, in dem man selbst bestimmt aktiv sein kann.

So begann der sehr kurzweilige und informative Vortrag von Medientrainer Moritz Becker am 26.10.10 in der Don-Bosco-Schule.

Parallele der beiden Symbole: Mit beiden kann man sich verletzen.

An diesem Abend wurde deutlich, dass die jetzige Elterngeneration die erste ist, die, ohne dass ihre eigenen Eltern ihnen Vorbilder sein konnten, ihre Kinder in Sachen Internetnutzung erziehen muss.

Gelernt werden konnte an diesem Abend, dass das Interesse von Eltern an ihren Kindern die Grundlage dafür ist, dass Kinder ihre Grundbedürfnisse nach Orientierung, Anerkennung und Freiheit gestillt bekommen. Wenn Eltern das nicht schaffen, suchen sich Kinder und Jugendliche eine Anerkennungswelt im Internet.

Der Vortrag hat viel Verständnis für die Sichtweise und Lebenswelt der Jugendlichen erzeugt.

Kinder und Jugendliche agieren aus Neugierde und Unbekümmertheit heraus; aus ihrem natürlichen Drang die Welt für sich zu entdecken, ohne sich im Vorfeld Gedanken um Konsequenzen zu machen. Die Aufgabe der Eltern ist es hier, Orientierung zu geben durch Aufklärung, Ermutigung und Motivation.

Dem Bedürfnis nach Freiheit kann dann nachgegeben werden, wenn ein grundsätzliches Vertrauensverhältnis zwischen Erziehenden und dem Jugendlichen besteht und wenn dieses Bedürfnis gleichzeitig auch mit Verantwortungsübernahme gekoppelt ist.

Das Bedürfnis nach Anerkennung können Eltern nur teilweise befriedigen, da der Freundeskreis im Jugendalter der zentrale Raum ist, in dem sich Identitätsbildung abspielt.

In der Phase der Identitätsbildung werden unterschiedliche Rollenbilder ausprobiert und auf ihre Wirkung hin überprüft. Der Selbstdarstellungsdrang ist in dieser Zeit sehr ausgeprägt. Von daher ist es wichtig, dass Eltern Interesse an ihren Kindern zeigen und ihren wohlwollende, Orientierung gebende Rückmeldungen geben.


Anerkennung im Internet zu erhalten, kann z. B. bedeuten, dass Jugendliche mit ihrem Alkoholkonsum am Wochenende prahlen. 28% der Arbeitgeber suchen die sozialen Netzwerke wie Facebook und SchülerVZ nach geeigneten Auszubildenden ab.

Das sind Fakten, die Jugendliche wissen müssen.

Die Eltern wurden über verschiedene Tätigkeiten der Jugendlichen im Internet aufgeklärt, über soziale Netzwerke, deren Bedeutung für die Jugendlichen und auch über Gefahren. So lassen sich beispielsweise an der Namensgebung in einem Forum Rückschlüsse auf die Person ziehen. Es ist wichtig, den Kids bewusst zu machen, was sie „vor der ganzen Welt“ preisgeben.

Dieses Eltern-Lehrer-Forum stärkte den Eltern den Rücken, die ihre Kinder mit Interesse und Aufmerksamkeit begleiten und sich auch mal eine halbe Stunde neben sie an den Computer setzen.

Eindrucksvoll schilderte ein Vater, wie er das extreme Computerspiel seines Sohnes durch gemeinsames Spielen zu einem regulierten Vergnügen zwischen Vater und Sohn verwandeln konnte.

Wo es geht, sollte man sich also mit Nachfragen und echtem Interesse um die Kinder bemühen, um ihnen in der realen Welt Anerkennung zu geben und sie nicht der Unberechenbarkeit des Internets auszuliefern.

M. Schwedhelm/ J. Hahn


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