Die Don-Bosco-Schule ist eine Haupt- und Realschule in Trägerschaft des Bistums Hildesheim.

Aktivitäten 2011/2012
LifE- Projekt der Klassen 10 R 1 & 10 R 2, Auschwitz

Die Klasse 10 R 2 und die 10 R 1 machten vom 15. bzw. 16. April bis zum 20. April ein Sozialpraktikum. Einige fuhren nach Berlin, einige nach Ausschwitz und einige nach Breslau.
Wir, die Leute, die nach Ausschwitz und Breslau wollten, mussten schon am frühen Sonntagmorgen los. Wir trafen uns morgens um 6.25 Uhr am Bahnhof
und um 6.40 Uhr kam unser Zug. Nun folgte eine lange Zugfahrt, während der wir viermal umsteigen mussten. Natürlich machte man sich während der Fahrt einige Gedanken, wie gut man es hat im Gegensatz zu den Leuten früher. Wir hatten tolle Züge mit bequemen Sitzen. Die Menschen früher hatten nur einfache Wagen ohne Heizung, Sitze etc. Die Deportationen zu Hitlers Regierungszeit fanden in Viehwagons statt.

Als wir in Breslau waren, ist etwa die Hälfte der Schüler ausgestiegen, für uns ging es weiter in Richtung Ausschwitz. Als wir am Abend gegen kurz nach 21.00 Uhr angekamen, wurden wir vom Hotelpersonal abgeholt und danach gab es im Hotel erst mal Abendessen. Anschließend bezogen wir unsere Zimmer und gingen rasch ins Bett.
Am Montag ging es dann ins Stammlager, wo uns ein Guide zeigte, wie die Menschen im Stammlager lebten,…!

Danach hatten wir gemeinsam mit einer anderen Gruppe ein Treffen mit einem Zeitzeugen. Dieser konnte uns vieles von seinem Leben und Überleben im Ghetto und im Konzentrationslager erzählen.
Am Abend haben wir einen Film gesehen, der einen Judentransport ins Vernichtungslager Birkenau theamtisierte.
Am Dienstag haben wir das Vernichtungslager Birkenau besichtigt. Schnell wurde klar, wie groß das ganze Gelände ist. Geschockt waren wir, wie viele Menschen dort trotzdem auf kleinsten Raum „gelebt“ haben.



(Foto: Vernichtungslager Birkenau, B1)

Am Nachmittag haben wir im Stammlager Ausstellungen einiger Nationen zum Holocaust erkundet.

Anschließend gab es ein Austauschgespräch mit Pfarrer Deselaers. Er erzählte uns von dem selbstlosen Verhalten des Maximilian Kolbe, davon wie die Liebe den Hass überwindet:

Im Juli 1941 wurden bei einem Appell vor dem KZ-Kommandanten Fritsch zehn Männer ausgesondert, die als Strafaktion wegen der Flucht eines Gefangenen in den Hungerbunker eingeschlossen werden sollten. Einer der Ausgesonderten, Franz Gajowniczek, schrie laut auf und erinnerte unter Tränen an seine beiden Söhne. Der am Appell teilnehmende Kolbe trat hervor und bot sein Leben für das des Familienvaters, was Fritsch akzeptierte. Kolbe wurde also in den Hungerbunker gesteckt. Tagelang hat man ihn singen und beten gehört. Nachdem die anderen neun Leidensgenossen schon verhungert waren, Kolbe aber noch Lebenszeichen von sich gab, verabreichte der Lagerhenker ihm schließlich eine Giftspritze, was den endgültigen Tod bedeutete.



(Gruppenfoto mit Pfarrer Deselaers)

Am Mittwoch gab es morgens einen Arbeitseinsatz im Stammlager.


(Arbeitseinsatz im Stammlager )

Am Nachmittag besuchten wir eine ehemalige Synagoge in Ausschwitz, die gleichzeitig ein kleines Museum ist. Ein Film über das Leben und Sterben im Vernichtungslager stand am Abend an.
Am vorletzten Tag erlebten wir die Stadt Krakau, wo wir die Sehenswürdigkeiten der Stadt gezeigt bekamen.

Am Freitag ging es mit dem Zug wieder in Richtung Hildesheim. Unterwegs stiegen die „Breslauer“ ein und sie fuhren mit uns in Richtung Deutschland.

Die LifE-Woche war eindrucksvoll und lehrreich. Wir bekamen dort intensive Einblicke in unsere jüngere Geschichte

© by M. Hunze

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