Pressespiegel September 2017


 
Ein Geschenk zum Jubiläum
Landkreis übergibt den Neubau am Gymnasium Haren
(18.09.2017)
 

Von Gerd Mecklenborg

Haren. Landrat Reinhard Winter hat den neuen Anbau am Gymnasium Haren seiner Bestimmung übergeben.

Bei einem Rundgang durch das neue Gebäude erläuterten die Architekten und Schulleiter Michael Heuking „die Feinheiten des Bauprojektes“. Es seien so in 13-monatiger Bauzeit sechs neue Klassenräume nach neuesten energetischen Maßstäben in modernster Ausstattung geschaffen worden, sagte Architekt Christoph Becker. „Mit der Bauweise im Passivhausstandard und der Fotovoltaikanlage erreichen wir eine starke energetische Verbesserung und höhere Kosteneffizienz“, ergänzte Landrat Winter. Beim Empfang durch den Landkreis in einem der neuen Klassenzimmer hob Winter hervor, „dass die nun umgesetzten Planungen die derzeit bestehende Vierzügigkeit des Harener Schulzentrums berücksichtigen, wo rund 700 Gymnasiasten unterrichtet werden, aber auch die weitere demografische Entwicklung im Blick haben, die eine Dreizügigkeit mit sich bringen könnte.“ Der Landrat betonte, dass es ihn besonders freue, im Jahr des 40-jährigen Bestehens des Gymnasiums „dieses besondere Geschenk“ machen zu können. „Denn die Entwicklung eurer Schule geht eng einher mit der positiven Entwicklung unseres Landkreises im gleichen Zeitraum.“ Winter lobte die „wertvolle pädagogische Arbeit, die ihr hier seit nunmehr 40 Jahren leistet“.

Mit den Gesamtkosten in Höhe von rund 1,27 Millionen Euro sei eine angemessene und nachhaltige Ausgabe getätigt worden, „die alle Anforderungen erfüllt, die an Unterrichtsräume des allerneuesten Standards gestellt werden“, sagte der Landrat. Schulleiter Heuking bedankte sich bei den Vertretern des Landkreises. „Jetzt sind wir sowohl konzeptionell als auch baulich gut ausgestattet“, freute sich Heuking. Dem stimmte Harens Bürgermeister Markus Honnigfort zu. „Hier wurden hervorragende Voraussetzungen für die hervorragende pädagogische Arbeit, die hier geleistet wird, geschaffen. Der Schulterschluss zwischen Kommune und Landkreis, der hat geklappt, und auch die Stadt Haren profitiert durch die städtebaulich gelungene Komponente“, sagte Honnigfort.

Der Landtagsabgeordnete Bernd-Carsten Hiebing (CDU) lobte „das tolle Gesamtensemble in Verbindung mit der Erneuerung der Außenanlage und der Schaffung von Stellplätzen für Fahrräder und Motorroller. Im Namen des Schulelternrates sprach Jan Klene dem Landkreis und allen Beteiligten seinen Dank aus und wünschte sich, „aber gleichwohl eine Neugestaltung des Schulhofes im Schulzentrum, denn der besteht in dieser Form seit etlichen Jahren und wird dem Gesamtensemble nicht mehr gerecht“.


Landrat Reinhard Winter (Bildmitte) hat in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste den Neubau im Rahmen einer Feierstunde übergeben.

Foto: Gerd Mecklenborg

aus: Meppener Tagespost, 18.09.2017

 
KZ-Gedenkstätte Esterwegen jungen Menschen näherbringen
Täter und Opfer betrachten – Mehrsprachigkeit in den Ausstellungen angestrebt
(18.09.2017)
 

Von Wilfried Roggendorf

Lingen. Die KZ-Gedenkstätte Esterwegen nimmt eine wichtige Rolle in der Aufklärungsarbeit über die NS-Zeit ein. Dies wurde in der jüngsten Sitzung des emsländischen Kreisausschusses für Kultur und Tourismus deutlich gemacht.

Andrea Kaltofen, Geschäftsführerin der Stiftung „Gedenkstätte Esterwegen“ und Kulturdezernentin des Landkreises Emsland, berichtete dem im Lingener Emslandmuseum tagenden Ausschuss über die jüngste Entwicklung und kommende Vorhaben. Jedes Jahr würden ehemalige Häftlinge die Gedenkstätte besuchen. „Das ist eine Besonderheit. Hier werden ihr Leid und ihr Schicksal aufgefangen“, sagte Kaltofen. Sie nannte ein Beispiel: „Im Mai 2017 war erstmals Aleksandra Sekowska bei uns.“ Die Polin hatte im Warschauer Aufstand 1944 als Soldatin der polnischen Armee gegen das Hitlerregime gekämpft. „Für Sekowska war der Besuch physisch und psychisch anstrengend“, erklärte Kaltofen.

Aber nicht nur Ältere, Zeitzeugen und Überlebende der Emslandlager besuchen die KZ-Gedenkstätte. „Die Polizei kommt regelmäßig mit ganzen Jahrgängen zu uns, die sich in der Ausbildung befinden“, erklärte die Kulturdezernentin. Schüler des Gymnasiums Haren, künftig auch Gymnasiasten aus Nordhorn und der Anne-Frank-Schule aus Meppen würden sich in Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge darum bemühen, bislang anonym in Massengräbern ruhenden getöteten sowjetischen Kriegsgefangenen einen Namen zu geben. Mit „Namensziegeln“ an den Gräbern auf den Friedhöfen in Oberlangen, Fullen und Neugnadenfeld gäben die Schüler den Opfern des Nationalsozialismus ihre Identität wieder.

Bei der Gedenkstätte selbst arbeiten ebenfalls immer wieder junge Menschen. „Wir haben stets Praktikanten verschiedener Hochschulen bei uns“, sagte Kaltofen. Und auch einen jungen Menschen, der ein freiwilliges soziales Jahr ableistet, beschäftigt die Gedenkstätte Esterwegen. „Wie wollen wir seinen Altersgenossen das Thema nahebringen?“, ist dabei eine der Fragen für Kaltofen.

Eine Frage, die auch die Kreistagsabgeordnete Ursula Mersmann (CDU) beschäftigte: „Es ist wichtig, die schreckliche NS-Zeit nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.“ Die Erinnerung müsse wachgehalten werden. „Das geht, indem wir mit Schülern und Studenten zusammenarbeiten“, erklärte Mersmann. Dabei sei es wichtig, junge Schüler vor einer Konfrontation mit der Gedenkstätte darauf auch vorzubereiten.

Zugleich erklärte Mersmann, dass eine Auseinandersetzung mit den Tätern und deren Opfern erfolgen müsse. Dieser Forderung von Mersmann werde das traditionelle Herbstseminar, das die Gedenkstätte gemeinsam mit der „Historisch Ökologischen Bildungsstätte Papenburg“ vom 24. bis 26. November 2017 veranstalten wird, gerecht, kündigte Kaltofen an. Es stehe unter dem Motto „Erben der Erinnerung“. Zwei Söhne und eine Enkelin von Männern, die als „Moorsoldaten“ in den Emslandlagern inhaftiert waren, würden dort ebenso referieren, wie eine Großnichte des SS-Chefs Heinrich Himmler.

Marion Terhalle (FDP) forderte, die Ausstellungen sprachlich zu internationalisieren: „Warum gibt es die Texte nicht auf Englisch?“, mahnte die Liberale an. Kaltofen erklärte, daran werde gearbeitet. Es existiere schon ein Handout auf Englisch. „Wir wollen per W-Lan und über Smartphones eine Mehrsprachigkeit, nicht nur auf Englisch, erreichen“, kündigte sie an. Bislang habe es Bedenken zu einem W-Lan-Netz gegeben: „Vielleicht müssen wir mit ihren Smartphones daddelnde Schüler einfach in Kauf nehmen, um eine Mehrsprachigkeit der Ausstellung zu erreichen.“


Die KZ-Gedenkstätte Esterwegen soll auch jungen Leuten die Gräueltaten des NS-Regimes in Erinnerung rufen.

Foto: Tim Heinrich

aus: Meppener Tagespost, 18.09.2017

 
Abgeordnete stellen sich Schülerfragen
(16.09.2017)
 
pm Haren. Auch am Gymnasium Haren wirft die Bundestagswahl am 24. September ihre Schatten voraus.

Nach einer inhaltlichen Vorbereitung im Unterrichtsfach Politik/Wirtschaft haben die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 bis 12 die eigens angereisten Abgeordneten Gitta Connemann (CDU) und Markus Paschke (SPD) mit vielseitigen Fragen konfrontiert. Eingebettet in diese Veranstaltung war auch die sogenannte Juniorwahl, ein handlungsorientiertes Konzept, bei dem die Jugendlichen über eine Wahlsimulation Demokratie lernen und erleben.

„Wer nicht mitgestaltet, wird verwaltet“, richtete Schulleiter Oberstudiendirektor Michael Heuking seine Worte an die Gymnasiasten, die am Gymnasium Haren „schon als Fünftklässler, also von Anfang an, an die Grundstrukturen unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung herangeführt werden“. Somit verstehe sich die Schule, so Heuking, „als Mikrokosmos unserer Gesellschaft“, die sich nur durch engagiertes Mitwirken spürbar und auf Nachhaltigkeit angelegt weiterentwickeln könne. Im Rahmen der anschließenden Fragerunde, die von Anna von Herz und Fabian Poker (Jahrgang 12) moderiert wurde, nahmen die beiden Berufspolitiker zu allerhand Fragen Stellung, die den Schülerinnen und Schülern unter den Nägeln brannten.

Das Gesamtergebnis der Juniorwahl, ist am Wahlsonntag ab 18 Uhr im Internet (www.juniorwahl.de) abrufbar. Seitens des Gymnasiums Haren ist die Fachgruppe Politik/Wirtschaft für die Vorbereitung und Organisation der Veranstaltung verantwortlich.

aus: Meppener Tagespost, 16.09.2017

siehe auch Bericht der Fachgruppe Politik-Wirtschaft [mehr]

 
Gymnasium Haren feiert 40. Geburtstag
Teamleistung ermöglicht Schulfest
(08.09.2017)
 
pm Haren. Das 1977 gegründete Gymnasium Haren hat mit einem Schulfest seinen 40. Geburtstag gefeiert. Schüler und Lehrer präsentierten dabei die Ergebnisse ihrer facettenreichen Projekte, mit denen sie sich zuvor zwei Tage lang beschäftigt hatten.

Die besondere Auszeichnung des Gymnasiums Haren als humanitäre Europaschule wurde von einigen Gruppen bewusst aufgegriffen. Das Projekt „Den Toten einen Namen geben“ beschäftigte sich beispielsweise in Zusammenarbeit mit dem „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge“ mit den Einzelschicksalen verstorbener sowjetischer Kriegsgefangener im Emsland.

Darüber hinaus konnten sich die Besucher zum Beispiel von physikalischen Basteleien und anschaulich präsentierten Partnerschaften mit ausländischen Schulen überzeugen, aber auch diversen musikalischen und sportlichen Darbietungen zuhören und zuschauen. Zudem standen selbst gebastelte Arbeiten und Produkte, wie bunte Vogelhäuschen oder Naturkosmetik zum Verkauf.

Auch für die Verpflegung war gesorgt. Dafür war neben einzelnen Projektgruppen in erster Linie die Elternschaft des Gymnasiums Haren verantwortlich, die unter Regie des Elternratsvorsitzenden Jan Klene bereits bei der Vorbereitung des Schulfestes mit Rat, aber auch körperlich zupackend zur Seite stand.

„Dieses synergetische Zusammenwirken von Schülern, Eltern und Lehrern macht unser Gymnasium aus“, betonte Oberstudiendirektor Michael Heuking. Die besondere Teamleistung habe nicht nur dem Schulfest zu einem tollen Erfolg verholfen, sondern mache sich auch in anderen Bereichen des schulischen Lebens positiv bemerkbar. Exemplarisch nannte Heuking eine entsprechende Würdigung durch die niedersächsische Schulinspektion, aber auch das landesweit herausragend gute Abschneiden des vergangenen Abiturjahrgangs.


Allerlei selbst Gebasteltetes boten die Schüler zum Verkauf an.
Foto: Gymnasium Haren

aus: Meppener Tagespost, 08.09.2017