Pressespiegel Oktober 2017


 
Schüler gestalten Kunstausstellung
Harener Gymnasiasten bearbeiten aktuelle Themen und zeigen Werke in der Volksbank
(30.10.2017)
 

pm Haren. Schüler des neunten und zehnten Jahrgangs des Harener Gymnasiums stellen in der Emsländischen Volksbank in Haren noch bis zum 24. November ihre vielseitigen Werke aus.

„Die Kunst der Wirklichkeit, der Fantasie, der Abstraktion“ – so lautet das Motto einer Ausstellung, deren Inhalte im Rahmen des regulären Kunstunterrichts von Studienrat Peter Hennig entstanden waren. Zu sehen sind einer Pressemitteilung zufolge unter anderem Werke, die der Richtung der Konzeptkunst zuzuordnen sind, die sich dadurch auszeichnet, dass mit Kontexten oder Assoziationen gearbeitet wird.

Demnach orientierten sich die Schüler an politisch-gesellschaftlich relevanten Begriffen wie beispielsweise „Gleichberechtigung“, „Homophobie“ oder „Rassismus“ und entfalteten aufgrund des fantasievollen Umgangs mit der Thematik eine mitunter ganz besondere künstlerische Wirkung.

„Unsere Gesellschaft braucht Kreativität“, ist sich Initiator Peter Hennig sicher, der sich ebenso wie sein Schulleiter, Oberstudiendirektor Michael Heuking, dessen ständiger Vertreter Christian Rinné sowie Koordinator Klaus Schawe bei der Emsländischen Volksbank für die Bereitstellung der Räumlichkeiten bedankte.
Schulleiter Michael Heuking hob in seiner Ansprache die besondere Bedeutung des Faches Kunst im schulischen Alltag hervor, da es hier noch möglich sei, über „Schablonisierungen hinaus kreativ zu sein und sich frei zu entfalten“. „Wenn Kreativität nicht mehr möglich ist, dann verblasst der Mensch“, sagte Heuking, der seinen Schülern der Pressemitteilung zufolge hohen Respekt für ihre gestalteten Werke zollte.

Dem schlossen sich seitens der Emslänischen Volksbank Jens Lüken, neuer Filialleiter in Haren, dessen Vorgänger Christian Behre, Privatkundenberater Finanzierung, Burkhard Kalmer, Marktbereichsleiter Mitte, sowie Firmenkundenberater Bernhard Höhne an.

Dass Kreativität sehr häufig auch mit Spontanität einhergeht, davon konnten sich die Besucher der Vernissage überzeugen, sorgten die ausstellenden Schüler des Gymnasiums Haren doch mit einer handlungsbetonten Einlage, orientiert an der Kunstform „Performance“, für einen besonders bemerkenswerten Glanzpunkt der Eröffnung.


Schüler des Harener Gymnasiums stellen in der Emsländischen Volksbank noch bis zum 24. November ihre vielseitigen Werke aus.
Foto: Gymnasium Haren

aus: Meppener Tagespost, 30.10.2017

 

 
Schüler lernen in Lingen freiwillig in den Ferien
15. Schülerakademie im LWH
(11.10.2017)
 

Von Johannes Franke

Lingen. Freiwillig lernen in den Herbstferien? 77 Schüler von 13 Gymnasien im Emsland und der Grafschaft Bentheim nutzen die einwöchige Schülerakademie im Ludwig-Windthorst-Haus (LWH), um ihre persönliche Interessen zu finden, zu vertiefen und sie auch als Berufsorientierung wahrzunehmen.

„Wir haben auch diesmal wieder sehr motivierte und interessierte Schüler, die im LWH wohnen und sich somit über die Workshops hinweg abends im Heuerhaus kennenlernen“, sagt Studienleiter Michael Brendel. Für die Workshopleiter sei es eine „spannende Erfahrung“, mit Oberstufenschülern zu arbeiten, die „ihre Horizonte erweitern und andere Zusammenhänge erstellen können“, so Brendel.

Wie programmiere ich mein Smartphone oder Rechner, um von außerhalb das Licht einzuschalten, den Garten zu bewässern oder die Fische zu füttern? Im Workshop „Smart Home – Smart Garden“ programmieren elf Teilnehmer ihre Geräte, und können beachtliche Funktionen ausführen. Ein Kurs, der junge Leute anspricht und ihnen unter der Leitung von Heiner Bröker und Heinz Siegbert von der BBS Lingen zeigt, wie einfach die Vorgänge für Haus und Garten zu steuern sind. Der 17-jährige Eric vom Gymnasium Nordhorn ist ebenso begeistert wie die anderen Teilnehmer und findet „es richtig gut“, das Smartphone oder den Taschenrechner so einfach und komfortabel zu programmieren.

„Konnichiwa, minna de nihongo o manabimasu yoo!“ So begrüßte die Japanisch-Dozentin Reiko Boller ihre fünf Teilnehmer, die jetzt mehr über die Kultur und Aktuelles über Japan wissen. Dank des Intensivkurses geht ihnen die Sprache leichter über die Lippen, und sie werden bei der Abschlussveranstaltung ihren Workshop präsentieren: „Guten Tag. Lasst uns zusammen Japanisch lernen!“

Wie schnell Schüler die Termini des Strafrechts beherrschen, erstaunt auch Michael Klumparendt, Schulleiter des Franziskusgymnasiums. „Verbrechen und Strafe – Einführung in unser Strafrecht“ lautet der Workshop, den neun Teilnehmer besuchen und den Ausführungen der Rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät-Mitarbeiter der Universität Bonn zuhören. Die Inhalte entsprechen in etwa den Erstsemesterinhalten.

Mit dem Thema „Ethik in der Medizin“ befassen sich 18 Teilnehmer und erfahren interdisziplinär die ethischen Entscheidungskonflikte im beruflichen Alltag der Ärzte, „für die es keine einfache Lösung gibt.“ Norbert Jömann, Dipl.-Biologe, Geschäftsführer des Klinischen Ethikkommittees der Universität Münster, und Dr. Markus Rüther, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Ethik in den Neurowissenschaften am Forschungszentrum Jülich, vermitteln Einblicke in das Studium der Medizin und in das Fach Philosophie und ermöglichen Entscheidungshilfen für eine mögliche Studienwahl.

Wie immer ist der Workshop „Rhetorik und Kommunikation“ sehr gefragt, den Studenten aus Wien und München leiten. Locker bleiben, präsentieren, verstehen, begeistern: Das wird den 20 Teilnehmern auch wieder bei der Abschlussveranstaltung gelingen. Sie können dann auch die Festrede von Dr. Martin Heimbucher, Kirchenpräsident der Evangelisch-reformierten Kirche zumal formal analysieren.

Sehr ernsthaft arbeiten auch sechs Teilnehmer mit Marius Schott vom Haus der Jugend in Osnabrück an ihrem Kurzfilm. „Die fünf Phasen der Trauer“ ist er betitelt und soll neben dem filmtechnischen Rüstzeug vor allem inhaltlich überzeugen. „Da Trauer heute mit Vorstellungen in unserer Gesellschaft oft nicht mehr übereinstimmt, wollen wir die innerliche Zerrissenheit, die Instabilität, Belastungssituationen und Schuldgefühle darstellen“, sagt Alexander vom Gymnasium Haren, und macht sich mit dem Team auf den Weg zu neuen Drehorten und der Suche nach Requisiten.

Die von der Direktorenvereinigung Niedersachsen, dem LWH und dem Wirtschaftsverband Emsland als Projektträger organisierte 15. Schülerakademie mit ihren 13 Workshops findet auch diesmal bei allen Beteiligten wieder großen Anklang.


Nach Kabelsalat sieht es im Workshop „Smart Home - Smart Garden“ nur scheinbar aus. Nach der Programmierung der Rechner und Smartphones läuft der Alltag in Haus und Garten fast wie von selbst.
Foto: Johannes Franke

aus: Lingener Tagespost, 11.10.2017