Pressespiegel Februar 2018


 
Theater-AG des Gymnasiums zeigt Klassiker
„Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt immer noch aktuell
(19.02.2018)
 

Die Theater-AG des Harener Gymnasiums führt am 1. und 2. März das Theaterstück „Der Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt auf. Der Eintritt ist kostenlos.

Von Petra Heidemann

Haren.  „‚Der Besuch der alten Dame‘ ist eine Geschichte, die sich irgendwo in Mitteleuropa in einer kleinen Stadt ereignet, geschrieben von einem, der sich von diesen Leuten durchaus nicht distanziert und der nicht so sicher ist, ob er anders handeln würde ...“, so nahm Friedrich Dürrenmatt selber Stellung zu seinem Werk.

Die Theater-AG des Harener Gymnasiums sieht darin eine Aufforderung, die in dem Stück aufgeworfenen Fragestellungen wie „Was würde ich tun?“ und „Was bin ich bereit aufzugeben?“ an die heutige Gesellschaft heranzutragen. Die Uraufführung der Tragikomödie liegt zwar 62 Jahre zurück, aber gerade in unserer Gesellschaft drohten Anspruchsdenken, Profitstreben und Lebensgier gesellschaftstragende Sozialtugenden wie Mitmenschlichkeit und Fürsorgeverantwortung an den Rand zu drängen. Diese Aktualität lebendig auf die Bühne zu bringen, das ist seit April des vergangenen Jahres Anliegen der jungen Theatergruppe des Gymnasiums Haren. Etliche der 15 Akteure aus den Klassen sieben bis zwölf stehen neben „Ehemaligen“ zum ersten Mal auf der Bühne.

Die Kleinstadt Güllen verspricht sich vom Besuch der Milliardärin Claire Zachanassian finanzielle Unterstützung, ist sie doch ein Kind dieser Stadt. Doch die inzwischen betagte Dame hat als junges Mädchen entehrt ihre Heimat verlassen müssen, nachdem sie gegen die unlauteren Mittel den Vaterschaftsprozess um ihr ungeborenes Kind verloren hatte.

Nach dem Verlust ihres Kindes in die Prostitution geraten, ist sie durch die erste ihrer insgesamt neun Ehen zu Reichtum gelangt, mit dem sie inkognito inzwischen alle Grundstücke der Heimatstadt aufkaufte, bevor sie nun nach 45 Jahren als Rachegöttin zurückkehrt und eine Milliarde demjenigen in Aussicht stellt, der den damaligen Kindsvater Alfred tötet.

Während sich die „ehrbaren Bürger“ in Auseinandersetzung mit diesem Angebot in ihrer korrupten Scheinheiligkeit entlarven, entwickelt Alfred als Einziger nach und nach moralisches Bewusstsein, wird letztlich aber zum tragischen Helden. Dürrenmatts Bühnenklassiker mit seinen skurrilen Typen, eisigen Dialogen und dramatischen Szenen kann man an zwei Abenden sehen.

Die Aufführungen am 1. und am 2. März finden im Forum des Schulzentrums in Haren statt und beginnen jeweils um 19.30 Uhr. Einlass ist ab 19 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei, aber die Akteure würden sich sehr über Spenden zugunsten sozialer Projekte am Gymnasium Haren freuen.

Seit fast einem Jahr setzt sich die Theater-AG des Gymnasiums Haren mit Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“ auseinander, um das Theaterstück ausdrucksstark auf die Bühne zu bringen.
Foto: Caro Wille, Rotschopf Photo

aus: Meppener Tagespost, 19.02.2018

 
Schüler und Senioren im Austausch
Projekt am Gymnasium Haren für „Kleine Alltagshelden“ nominiert
(05.02.2018)
 

Schüler des Harener Gymnasiums gehen regelmäßig in ihrer Freizeit zum Seniorenzentrum St. Martinus. Mit den Bewohnern spielen sie Bingo, tanzen oder sprechen über alte Zeiten. Für ihr Engagement wurden sie nun für den Wettbewerb „Kleine Alltagshelden 2017“ vorgeschlagen.

Von Matthias Engelken

Haren. Schon seit mehreren Jahren läuft das Projekt „Generationsübergreifendes Lernen“ am Gymnasium Haren. Schüler der Jahrgangsstufen 6 und 9 besuchen dabei regelmäßig in ihrer Freizeit die Senioren im Seniorenzentrum St. Martinus in Haren. „Das Projekt ist äußerst erfolgreich, viele Schüler nehmen in diesem Jahr erneut daran teil und zeigen großes ehrenamtliches Engagement“, sagt Klaus Schawe, Koordinator am Gymnasium.

Er hatte die jungen Menschen für den Wettbewerb „Kleine Alltagshelden“, ausgeschrieben vom Landkreis Emsland, den Freiwilligenagenturen und -zentren sowie der Meppener Tagespost in ihrem Verbreitungsgebiet, vorgeschlagen, weil sich die Schüler im vergangenen Jahr in besonderer Weise in ihrer Freizeit um die älteren Bürger gekümmert hatten. Denn auch an Sonntagen seien sie neben weiteren Wochentagen in der Senioreneinrichtung aktiv gewesen.

„Wir kegeln mit ihnen, tanzen oder spielen“, erzählt Kristin Schoknecht. Anfängliche Hemmnisse im Umgang mit älteren Menschen seien bei ihr und ihren Mitschülern schnell verfolgen. „Die Bewohner freuen sich jedes Mal, uns zu sehen, das ist Motivation genug weiterzumachen“, sagt sie. Lynn Mörker sieht unterdessen in der Begegnung mit älteren Menschen eine große Möglichkeit, Erfahrungen fürs spätere Leben zu bekommen und auch einen Blick auf das Älterwerden zu erhalten. „Wir lernen vieles über frühere Zeiten, erfahren, wie die Bewohner in ihrer Jugend gelebt haben und was sie machten.“

Und manches Mal lernen sie auch Handfestes, wie Theresa Janssen zu berichten weiß: „Eine ehemalige Tanzlehrerin hat einem Mitschüler mal das Tanzen beigebracht und ihm gleichzeitig erklärt, wie er später die Mädels erobern soll.“ Für Lehrer Schawe ein guter Beleg dafür, dass beide Seiten vom Austausch profitieren.

Zwar würden die Schüler für ihr freiwilliges Engagement Zertifikate erhalten, doch diese seien längst nicht Anreiz, dort mitzumachen. „Die meisten Schüler, die in der Jahrgangsstufe 6 sich für das Projekt freiwillig melden, bleiben auch später am Ball“, weiß er. Das soziale Miteinander ist seinen Kollegen und ihm am Harener Gymnasium wichtig. Das soll nicht nur klassenintern geschehen, sondern ebenso jahrgangsübergreifend. „Mit dem Projekt wollen wir das Interesse und das Verständnis für den Lebensraum älterer Menschen wecken“, sagt er.

Die Schüler sollen seiner Meinung nach dabei erfahren, wie wichtig sie selbst in der Mitgestaltung der Gesellschaft sind, indem sie sich auf die für beide Seiten gewinnbringenden Begegnungen mit den älteren Menschen einlassen. Dabei freut ihn besonders die hohe Zahl an freiwilligen Schülern. Deshalb wird das Projekt künftig ausgeweitet, denn auch die Bewohner der Seniorenresidenz in Altharen erhalten bald Besuch von den Schülern und dürfen sich auf viele Aktionen freuen.

Regelmäßig besuchen Schüler des Gymnasiums Haren die Bewohner im Seniorenzentrum St. Martinus.
Foto: Matthias Engelken

aus: Meppener Tagespost, 05.02.2018

 
DELF-Sprachdiplome für Gymnasiasten
Französischkenntnisse vertieft
(01.02.2018)
 

Der Lerneinsatz über den Unterricht hinaus hat sich für elf Schüler der Jahrgänge 9 bis 11 des Gymnasiums Haren gelohnt. Aus den Händen ihres Schulleiters, Oberstudiendirektor Michael Heuking, und des Fachobmanns Französisch, Oberstudienrat Reinhard Elpermann, erhielten sie ihre Sprachdiplome.

pm Haren. Zuvor hatten sie die französische Sprachprüfung „DELF“ (Diplôme d’Etudes en langue française) absolviert, bei der die Harener Gymnasiasten in den Bereichen Hör- und Leseverstehen sowie schriftlicher und mündlicher Ausdruck ihre Kompetenzen unter Beweis zu stellen hatten. „Ihr habt allesamt herausragend gute Ergebnisse erzielt“, attestierte Reinhard Elpermann seinen Schützlingen eine tolle Gesamtleistung. Im Vorfeld hatte der Pädagoge die Jungen und Mädchen in einer Arbeitsgemeinschaft auf die Sprachprüfung vorbereitet.

Den lobenden Worten Elpermanns schloss sich Schulleiter Michael Heuking an, der außerdem die herausragende Stellung dieser Sprachprüfung und sämtlicher Fremdsprachen am Gymnasium Haren als Europaschule hervorhob. „Ihr werdet in jedem Fall von eurem zusätzlichen Arbeitseinsatz profitieren“, ist sich der Schulleiter sicher. Vier der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler legten erfolgreich die Prüfung des Niveaus B 2 ab, was ein Studium an einer ausländischen Universität ohne zusätzlichen Sprachzusatztest ermöglicht. Zudem zählt die französische Sprache, die auf allen Kontinenten in über 50 Ländern gesprochen wird und Amtssprache zahlreicher Organisationen und Staaten ist, nach wie vor zu den wichtigsten Weltsprachen.

Die Übergabe der Sprachdiplome wurde musikalisch von zwei Darbietungen des Querflötenensembles des Gymnasiums Haren unter Leitung von Oberstudienrat Thomas Stegemann begleitet. Getreu der internationalen Ausrichtung der Feierstunde gaben die Musiker zwei Stücke des deutschen Komponisten Georg-Friedrich Händel, der selbst etwa 20 Jahre lang am englischen Königshof wirkte, zum Besten. Die Darbietungen eines Stücks aus dessen „Feuerwerksmusik“ und eines sizilianischen Tanzes bekamen viel Beifall.

Die Diplome des französischen Bildungsministeriums erhielten: Carolin Lüssing, Annika Niemann, Eve Traber, Anna-Lena Rohling, Pia Thyen, Matti Held, Emma Senger, Luisa Herbers, Simon Fischer, Erika Herlitz sowie Sarah Rickmann.

Schulleiter Michael Heuking (links) und Reinhard Elpermann (rechts) überreichten die Sprachdiplome an die Schüler.
Foto: Gymnasium Haren

aus: Meppener Tagespost, 01.02.2018