Projekte

Zwei Schulen, zwei Länder, ein Projekt: Digitaler Austausch am Gymnasium Haren

Schüler des Gymnasiums Haren und des Alfa College Hoogeveen konnten kurz vor Weihnachten einen gemeinsamen kulturellen Austausch erleben. Dabei trafen sich 20 Schülerinnen und Schüler aus zwei 10. Klassen des Gymnasiums mit einer Parallelgruppe des Alfa College virtuell und bearbeiteten in bilingualen Gruppen unterschiedliche kulturelle Themengebiete.

Das Besondere daran: Sie haben zusammengearbeitet und sind doch zuhause geblieben. Statt einer Anreise eröffnete sich der Kontakt mit der Schule im Nachbarland über das digital ausgestattete Klassenzimmer, in dem das Tor zur Welt mit dem Smartboard an der Wand hängt. Unter der Leitung der Projektmanagerin Caroline Wille von der Stenden Hochschule in Emmen/NL wurden die Schüler des Gymnasiums Haren an die Erfordernisse und Zielsetzungen des digitalen Austauschprojekts herangeführt, auf niederländischer Seite wurden die Schülerinnen und Schüler des Alfa College Hoogeveen von Tessa Gilbert, ebenfalls Stenden Hochschule Emmen, begleitet. So boten beide Mediatoren Hilfestellungen und übernahmen die Vor- und Nachbereitung des Projekts. Auf deutscher Seite wurde die Gruppe unterstützt von den Lehrern Jörg Hillebrand und Katrin Kleesiek-Herding, die den Kontakt zur Stenden Hochschule hergestellt hatte.

Im Zentrum der Workshops, die per Los den Gruppen zugeordnet wurden, standen fünf Themenschwerpunkte: Musik, Weihnachten, Wohnen, Attraktionen der Region und die Erstellung eines Quiz. Die Ergebnisse sollten dann in kurzen Videos von ca. zwei Minuten Länge verarbeitet und am Ende zu einem TV Magazin über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zusammengeschnitten werden.

Zum Auftakt des Projekts kam via Skype der Erstkontakt zwischen den Schülergruppen zustande und ein erstes Begrüßen und Kennenlernen wurde möglich. Die Jugendlichen haben dann in ihren Workshops über WhatsApp, Facebook, in Telefongesprächen und im E-Mail-Kontakt miteinander kommuniziert und ihre Arbeitsaufträge bearbeitet. Sie kamen dabei miteinander ins Gespräch und haben Erfahrungen mit Gleichaltrigen im Nachbarland austauschen können. „Es war aufregend und auch unterhaltsam“, so das Fazit einer Schülerin auf deutscher Seite. „Wir hatten innerhalb kurzer Zeit sehr unterschiedliche Arbeiten zu bewältigen und mussten dabei das Ziel, unser Land und unsere Region vorzustellen, immer im Auge behalten. Am Ende war die Zeit sogar etwas knapp, weil um 13 Uhr alle Dateien, die für den Film genutzt werden sollten, übermittelt sein mussten.“

Die Möglichkeit, diese Arbeiten zu vertiefen und sich vielleicht auch zu einem persönlichen Austausch in der realen Welt zu begegnen, erscheint greifbar nahe und bietet beiden Seiten eine Perspektive für das kommende Jahr! Beide Gruppen erlebten einen spannenden, kreativen und lehrreichen Vormittag – ein gelungenes Experiment untern Nachbarn, zur gleichen Zeit in zwei Ländern.

Text: Katrin Kleesiek-Herding und Caroline Wille
Fotos: Jörg Hillebrand

Haren, im Januar 2018