IAKM-Studienwoche 2008
in der Katholische Landvolkshochschule Petersberg vom 27.07. bis 02.08.2008

Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.
Wissensgewinnung- Wissensvermittlung in einer vernetzten Welt!

Wissen ist Macht,
denn der Unwissende ist machtlos. René Descartes wird durch die IAKM-Motto widerlegt: Ich bin, was ich weiß. Der Wissende gestaltet seine Umwelt aktiv, der Unwissende muss sich notgedrungen anpassen oder bringt sich ins Abseits.

Das Wissen wird nicht allein von Eltern und Ausbildnern weiter gegeben, das globale Wissen ist im Internet jederzeit von jedem Ort aus abrufbar. Der Einzelne ist vernetzt mit weltweiten, ständig aktualisierten Enzyklopädien (Beispiel Wikipedia). Der immer wieder postulierte „Neue Mensch“ der westlichen Welt wird jetzt weniger von Religion und Humanismus und später von Aufklärung, Weltanschauung und Ideologien geformt, sondern von frei zugänglichen Internetquellen mit den unterschiedlichsten content-Anbietern. Nicht mehr der Satz – der Mensch ist das Maß aller Dinge – gilt, sondern: Der Mensch ist, was er weiß. So wird ein lebenslanges Lernen immer notwendiger.

Die IAKM zeigt den Prozess, wo und wie Wissen geschaffen und vermittelt wird und wie heute neu Verkündetes morgen zum Allgemeinwissen wird. In den einzelnen Vorträgen erklären Martin Urban, wie die Welt und unser Glauben im Kopf entsteht, Ludger van Elst, wie Wissen vernetzt wird, Professor Dr. Franz Josef Röll die Anforderungen an die neue Bildung und Kai Sokolowsky Aspekte künstlicher Intelligenz. Die IAKM übt „Hirn-Jogging“ mit Claus Fokke Wermann, wird von Heinz Hinse auf das notwendige Wissen im Alter vorbereitet und von Dr. Paul Bartsch über die geschichtliche Entwicklung medialer Wissensvermittlung informiert.

Ein Blick in die Werkstätten: Beim Malen lernen wir mit Prof. Pumhösl „Meisterwissen“; wer „ganz anders sein will“, besucht Jörg Vins; und Jugendliche können ins Web 2.0 eintauchen…

Die IAKM lädt Sie ein, auf unserer Studienwoche weitere Erfahrungen mit dem Wissensaustausch zu sammeln. In einer aufgeklärten Welt sind die Fakten wichtig, in einer unüberschaubaren Welt die Interpretationen, in einer vernetzten Welt wird das globale Dorf wie die IAKM wichtig – der Marktplatz, auf dem unser Menschenbild gehandelt wird: Ich bin, was ich weiß. Unser Wissen (mit) zu teilen, wird  sicherlich interessant.

Wir freuen uns, Sie in Petersberg bei München begrüßen zu können.

Erich Totzauer
Gregor Heise