Tag der offenen Tür 2015

Nicht nur stures Pauken von Lernstoff

Trotz besten Wetters kamen an die 40 interessierte Eltern und Schüler zum Tag der offenen Tür der Carl-Stahmer-Schule in der Hüttenstadt, um sich von der Schule und ihrem Angebot ein Bild zu machen. Es war schon erstaunlich, was sie in den rund eineinhalb Stunden bei ihrem Rundgang durch die Klassenräume, geführt von Schulleiter Mark Reinhardt und Klassenlehrer Richard Stang, zu sehen und zu hören bekamen.

Dass hier nicht allein „stumpfes“ Lernen auf dem Stundenplan steht, war gleich zu Beginn unschwer auszumachen. Schon allein die Wände der Flure und Klassenräume sind mit ihren Gemäldegalerien eine Augenweide, alle von den Schülern der 7. und 8. Klasse selbst gemalt. Übrigens übernehmen die Schüler mit großem Engagement freiwillig sogar die Renovierungsarbeiten im Schulgebäude, wie Stang verrät. Hervorragend ausgestattete Technikräume als Werkraum für den Bereich Holz und nicht zuletzt auch die bestens eingerichtete Küche überraschen. Und zum Relaxen steht auch noch die Aula mit Tischfußball und Billardtischen zur Verfügung. Ein Highlight sind die zwei Räume mit Computern und Beamern, sie komplettieren ein nicht zu erwartendes Gesamtangebot; damit stünde ein PC für jeweils fünf Schüler zur Verfügung, so Stang.

Ungefähr die Hälfte aller Schüler ist Mitglied der Schülergenossenschaft „Coole Schule“. Angefangen bei der Apfelernte und dem Verkauf des Apfelsafts über die Mitarbeit in der Catering-Abteilung bis hin zur Betreuung der Minigolfanlage in Oesede gibt es für die Jugendlichen viele Möglichkeiten, sich Geld für Klassenfahrten dazuzuverdienen. 

Die Klassengrößen erfassten 13 bis 15 Schüler; zurzeit würden hier 150 Schüler von 17 Pädagogen unterrichtet, erklärt Reinhardt. Das seien zwar relativ wenig, habe dennoch auch seine Vorteile, weil so eine familiäre Atmosphäre entstehe. „Bis vor fünf Jahren haben wir diesen Tag als Schulfest gestaltet,“ wie Reinhardt erläutert. Aber die Resonanz sei, gemessen am Aufwand, nicht immer zufriedenstellend gewesen, man habe sich daher entschieden, den Tag als reine Informationsveranstaltung zu arrangieren, so Reinhardt. Die war dann aber trotzdem alles andere als eine dröge Zusammenkunft. Bei abschließendem gemeinsamen Zusammensein mit Kaffee, Keksen und Apfelsaft aus schuleigener Herstellung konnte man sich in lockerer Runde austauschen.

Ab dem kommenden Schuljahr wird die Carl-Stahmer-Hauptschule als Sophie-Scholl-Schule an den beiden bisherigen Standorten in Alt-Georgsmarienhütte und Kloster Oesede weitergeführt. 

(Rolf Habben, NOZ)

   

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