Projekt "Ganztagsschule"

 

CSH mit ungewöhnlichen Projekttagen zum Thema „Ganztagsschule“

Ganztagsschule simulieren in einer Halbtagsschule – ein gewagtes Experiment! Aber nach den drei „Probetagen“ überwog die Zustimmung der Schülerinnen und Schüler der Carl-Stahmer-Hauptschule für die einmalige Situation, aber Ganztagsschule als Dauerzustand doch eher nicht.

Aber schön der Reihe nach: Alles begann mit dem neuen Schuljahr. Die Gesamtkonferenz beschloss einstimmig, die Planung für die o.g. Projekttage auf den Weg zu bringen – zwei Arbeitsgruppen nahmen sich der Sache an – und die Schulpflicht auf die drei Nachmittage auszudehnen. 

Während sich die erste Arbeitsgruppe um die Logistik der „Mensa“ kümmerte – immerhin gut 200 Personen mussten mittags versorgt werden –, organisierte die andere die Workshops.

Schon bald waren die grundsätzlichen Fragen geklärt: Der Unterricht sollte später beginnen, nach den Vormittagsstunden ein gemeinsames Mittagessen stattfinden, dann eine „ruhige“ Stunde zur Hausaufgabenerledigung folgen und abschließend zwei Unterrichtsstunden, so dass der Tag um 16:00 Uhr endete.

An zwei der drei Nachmittage sollten „Workshops“ stattfinden, in denen die Schülerinnen und Schüler ein vielfältiges Angebot, durch Honorarkräfte ermöglicht, vorfinden sollten.

Das Alles musste nun realisiert werden. Erfreulich die Bereitschaft aller Angesprochenen, der Schule zu helfen. So übernahm, zusammen mit der ersten Arbeitsgruppe, die Familie Poggemann vom Ortsverband Oesede des Deutschen Roten Kreuz die Organisation der Mittagessen. Die ganze Familie nebst weiteren Helfern waren jeden Tag vertreten, um die Speisen auf zu bauen, zu verteilen und sich um die Reste zu kümmern.

Ein dickes Kompliment vom ganzen Kollegium verdiente sich auch die zweite Arbeitsgruppe, der es gelang, 28 (in Worten: achtundzwanzig!) verschiedene Workshops zu organisieren.

Und dann ging es los: Große Begeisterung bei Schüler- und Lehrerschaft, was den Unterrichtsbeginn erst um 9:00 Uhr anbetraf. In der dunklen Jahreszeit erst zur Schule gehen zu müssen, wenn es bereits hell war, empfanden alle als sehr angenehm! Entsprechend auch die gute Stimmung zu Beginn des Unterrichtes! Schulleiter Wilfried Engelhardt hatte für die drei Tage einen Extra-Stundenplan „gebastelt“, so dass vormittags nur Lernfächer wie Deutsch, Mathematik, Englisch usw. gelehrt wurden. Am ersten Nachmittag folgten dann Doppelstunden in Sport, Werken, Kunst usw.

Sehr diszipliniert ging es in der „Mensa“ zu: In langer Reihe zur Essensausgabe, dann in großer Runde das gemeinsame Mittagessen. Die Aula in der Realschule war zur „Kantine“ umfunktioniert worden. Schülerschaft und Kollegium ließen sich die schmackhaften Speisen munden, anschließend blieben viele noch zu einem gemütlichen Gespräch zusammen.

Nach der einstündigen Pause traf man sich wieder im Klassenraum. Hausaufgaben wurden gemacht, Fachlehrer aufgesucht, um Probleme des Vormittages anzusprechen.

Während der „normale“ Unterricht am ersten Nachmittag noch als eher lästige Pflichtübung gesehen wurde, entwickelten sich die beiden anderen Nachmittage dank der interessanten Workshops zum absoluten Highlight der Projekttage: Von Didgeridoo spielen bis Zaubern, dem Planen und Programmieren einer ISDN-Anlage, Krafttraining in der „Muckibude“, Serviettentechnik anwenden, Hits auf dem Keyboard selbst gespielt und, und, und ... – ein derartig vielfältiges Angebot konnten die Schülerinnen und Schüler der Carl-Stahmer-Hauptschule noch nie nutzen! Aber nicht nur bei den Schülern war die Begeisterung riesig, auch viele Workshop-Leiter fanden diese Tage so toll, dass sie abschließend meinten, für das nächste Mal würden sie gern wieder zur Verfügung stehen.

Eine Blitzumfrage nach den Projekttagen ergab dann auch, dass 37 % der befragten Schülerinnen und Schüler nur dann ein Ganztagsangebot wahrnehmen würden, wenn an mindestens drei der vier möglichen Nachmittage ein ähnlich vielfältiges Programm angeboten würde wie im Projekt. Allerdings wäre selbst das für 48 % der Schüler kein ausreichender Anreiz, um sich für eine Ganztags- schule zu entscheiden.

Musik eines fernen Kontinents:

Digiridoo und Trommel.

Zirkustechniken:

Feuer spucken & jonglieren.

Kein Workshop, aber trotzdem beliebt:

gemeinsames Mittagessen.

Seitenanfang

zurück

home