Rhetorikkurs in der Berufsvorbereitung

 

„Hilfe, ich habe ein Vorstellungsgespräch!“

Unter professioneller Leitung führten die drei 9. Klassen der Carl-Stahmer-Hauptschule in Georgsmarienhütte einen Rhetorik- und Mediationskurs durch.

Dazu  trafen sie sich jeweils ein Wochenende, um erste rhetorische Erfahrungen zu machen und sich die Grundlagen der Mediation anzueignen. „Hoher Preis“ für die Jugendlichen: Ein Freitagnachmittag und der geliebte Samstagmorgen mussten investiert werden. Super: Es gab keinen Ausfall!!

Die Kurse wurden von der Referentin Frau Hillermann aus Bremen, dem Schulsozialarbeiter Herrn Stefan Fehren und von den jeweiligen Klassenlehrkräften geleitet.

Beim Rhetorikseminar ging es darum, den sprachlichen Ausdruck der Schüler zu fördern. Sie erlebten, welche unterschiedliche Wirkungen sich schon mit kleinen Veränderungen der Lautstärke, der Satzmelodie und des Sprachtempos erzielen lassen. Aber auch auf Körperhaltung, Mimik und Kleidung wurde geachtet, die zusammengenommen den ersten Eindruck ausmachen, den man von einem Gegenüber erhält.

Als Vorbereitung auf das bei allen anstehende 3-wöchige Praktikum  dienten die Rollenspiele zu Situationen im beruflichen Alltag. 

Zur Selbstkontrolle wurden Video- und Tonbandaufnahmen eingesetzt.

Die Klassen wurden in zwei Gruppen geteilt, so dass sich parallel zum Rhetorikkurs der andere Teil in der Mediation erprobte. Diese Methode der Konfliktbewältigung hat in den letzten Jahren an den Schulen immer mehr Bedeutung erlangt. Vielerorts wird sie von Schülern  angewendet, die als Streitschlichter agieren.

Die Mediation fördert die Fähigkeit der Schüler, sich in Konflikten angemessen zu verhalten und auf Lösungen hinzuarbeiten, die den Interessen beider Parteien gerecht werden. So erprobten sich die Schüler in typischen Ausbildungssituationen, in Konfrontation und Dialog.

Die Wirtschaft verlangt von Berufsanfängern die Fähigkeit im Team zu funktionieren,

sich mit der eigenen Person als auch mit den Kollegen konstruktiv auseinandersetzen zu können.

Es wurde deutlich, dass sich die Entscheidung für einen außerschulischen Tagungsort gelohnt hat. Im Altersheim Paul Gerhard und der VHS GMHütte, denen noch mal ausdrücklich der Dank der Schule gilt, waren die Schüler meist mit Engagement dabei. 

Das drückt sich für die Teilnehmer auch in einem Zertifikat aus, das für die Bewerbungsunterlagen wichtig sein könnte.

Der Schwerpunkt der CSH sieht eine optimale Vorbereitung auf den Beruf vor. In diesem Rahmen soll dieses Seminar im Prinzip beibehalten und in vertiefender Form in der 10. Klasse wiederholt werden. 

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