Pilotprojekt „Boxen in der Schule“

 

 

 

Boxen in der Schule? Wer das hört, denkt sicherlich erst einmal: „Muss das sein? Gibt es nicht schon genug Gewalt an den Schulen?“. Doch halt! Genau darum geht es! Es sollen Vorurteile abgebaut und das Potential dieser Sportart genutzt werden, um Schülern Fairness und Fitness zu vermitteln.

Mit diesen Argumenten wurde Jürgen Kyas; der Präsident des niedersächsischen Boxsport-Verbandes, am Beginn des Schuljahres in der Carl-Stahmer-Hauptschule vorstellig, um die Schule als eine von acht Schulen in ganz Niedersachsen für das Pilotprojekt „Boxen in der Schule“ zu gewinnen. Und er lief damit offene Türen ein. Schulleiter Wilfried Engelhardt und Konrektor Mark Reinhardt sagten sofort zu, die Rahmenbedingungen zu schaffen und die Umsetzung des Projekts zu unterstützen.

Nun quälen sich seit Jahresbeginn 12 Jungen aus den 6. und 7. Klassen an einem Nachmittag in der Woche durch ein anstrengendes und abwechslungsreiches Boxtraining, das von den Übungsleitern des PSV Delroy Daniels und Markus Koch geleitet wird. Mit einer Einschränkung: Sparring und Boxkämpfe zwischen den Schülern sind verboten. Dieser Teil des Boxsports bleibt den Vereinen vorbehalten. Aber das tut dem Spaß am Boxen und der Motivation für das Training keinen Abbruch.

Vor zwei Wochen wurden die Boxanfänger dann für ihren Fleiß und ihre Disziplin in besonderer Weise belohnt. Anstatt in der Schule zu sitzen, durften sie vormittags im Raspo-Sportpark zusammen mit sämtlichen niedersächsischen Sport- bzw. Boxsportfunktionären und Kultusminister Bernd Busemann der Öffentlichkeit das Projekt vorstellen.

Absoluter Höhepunkt für die Schüler war das Showtraining mit den Landestrainern Artur Mattheis und Akhmed Dzhafarov, bei dem sie zeigen konnten, was sie bis dahin gelernt hatten. Das Lob der Landestrainer für die Schüler war ebenso eindeutig, wie die Meinung der Schüler über das Showtraining: „Das hat riesigen Spaß gemacht!“.

Und damit dürfte ein weiteres, unausgesprochenes Ziel des Projekts erreicht werden, nämlich Nachwuchs für den Boxsport zu begeistern und später in den Boxvereinen zu fördern.

 

 
     
 
     
 
     
 
     

 

 

 

 

 

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