Tag der offenen Tür und Flohmarkt an der Carl-Stahmer-Hauptschule

„Coole Schule“ Erfolgsmodell der Carl-Stahmer-Hauptschule Georgsmarienhütte

Knapp ein Dutzend potenzieller Schüler für das kommende Schuljahr kamen am Freitag mit ihren Eltern in die Carl-Stahmer-Hauptschule, um sich einen Überblick über Räume, Lehrer und Schulangebot zu verschaffen.

Jörg Ritterbusch stellte sich als zukünftiger Klassenlehrer in der Jahrgangsstufe fünf vor und konnte direkt mit einem modern ausgerüsteten Klassenraum aufwarten. Mit einer intelligenten Tafel, dem Whiteboard, werden die Schüler technisch verlässlich unterrichtet, eine sehr hohe Computerdichte gewährleiste zudem, dass die nötigen EDV-Kenntnisse nach dem Schulabschluss vorhanden seien, unterstrich Schulleiter Mark Reinhardt.

Das Ganztagsangebot stand besonders im Fokus der fragenden Eltern. Derzeit wird montags bis donnerstags ein Mittagessen und eine Hausaufgabenbetreuung bis 16 Uhr gewährleistet. „Wir sind finanziell nicht so gut ausgestattet vom Land“, erklärte Reinhardt den noch fehlenden Freitag.

Für die Klassenfahrten hingegen können die Schüler selbst Geld verdienen, was durch die Tätigkeiten in einer der zwölf unterschiedlichen Sektionen der Schülergenossenschaft „Coole Schule“ gewährleistet ist. Hier reicht das Spektrum von der Apfelsaftherstellung über Catering bis hin zur Betreuung der Minigolfanlage am Südring.

Wie viel Spaß das den Schülern bereitet, zeigte der Flohmarkt am Samstag, den Thomas Hamm, Projektleiter der Schülergenossenschaft, gemeinsam mit vielen Schülern der siebten Klasse organisierte: „Die Schüler haben im Vorfeld über 140 handgeschriebene Briefe verfasst und das Projekt verschiedenen Unternehmen vorgestellt, um Spenden einzuwerben.“ Mit großem Erfolg: Zwei von drei Unternehmen antworteten und spendeten neuwertige Ware. Dabei reichte das Angebot von hochwertigen Spielzeugen über Textilien bis hin zu Porzellan. Selbst Bundesligavereine wie Borussia Dortmund, der VfL Wolfsburg und Werder Bremen beteiligten sich mit Trikots und Trainingsjacken an der Aktion. Can (11) und Jessica (14) kümmerten sich mit ihren Mitschülern um den Verkauf. „Mir macht es besonders viel Freude, wenn die Kunden glücklich mit den gekauften Sachen weggehen – zu fairen Preisen“, erklärte Jessica. „Unser Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern eine Art Dauerpraktikum auf dem Weg zur Ausbildungsreife zu bieten“, erläuterte Hamm. Anforderungen wie Pünktlichkeit, der direkter Kundenkontakt und Freiheiten in der Preisgestaltung seien da wichtige Instrumente. Darüber freute sich auch Can: „Manchmal sind die Kunden schon schwierig, dann dürfen wir zum Schluss entscheiden, zu welchem Preis wir noch etwas verkaufen.“

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung

 

 

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