8. GMHütter Modellbautage 2012

Hasberger Güterschuppen aus Ruinen auferstanden

 

Der Güterschuppen am Hasberger Bahnhof ist Geschichte: Er wurde im Zuge der Umbauarbeiten abgerissen. Wer wissen möchte, wie das Gebäude ausgesehen hat, wurde bei der Modellbau-AG der Schule am Roten Berg fündig. Die Schüler haben den Bahnhof detailgetreu nachgebaut und stellten ihre Arbeit am Wochenende bei den 8. Georgsmarienhütter Modellbautagen in der Carl-Stahmer-Hauptschule vor.

Die zweitägige Veranstaltung gehört mittlerweile zum festen Programm der Schule. In Eigenregie organisierte die Schülerfirma „Coole Schule“ die Ausstellung: So bauten drei Schüler am Freitag im Anschluss an den Unterricht drei Modelleisenbahnen auf.

Zu ihnen gehörte Marcel Schlag. So kam der 14-Jährige zum Modellbau: „Das liegt in der Familie“, sagte Vater Jan Schlag, denn bereits dessen Eltern hatten eine Modelleisenbahn. Junior Marcel hat wiederum geländegängige Autos und lässt einen Lkw im Maßstab 1 zu 14 durch die Gänge der Schule kurven. Dazu werfen die Modellbautage Gewinn ab, den die „Coole Schule“ gut gebrauchen kann: Das Geld wird für dringende Anschaffungen benötigt. Der größte Teil fließt allerdings in die Finanzierung von Klassenfahrten, berichtete Thomas Hamm, der die Modellbau-AG leitet.

Modellbau bedeutet aber nicht nur Nachbau von Eisenbahnen, Schiffen, Autos oder Flugzeugen. Die Vielfalt zeigt sich an dem Hobby von Harald Renna: Der Georgsmarienhütter bastelt Landschaften in die unterschiedlichsten Behältnisse: Die Werkstoffe für den Dioramenbau – so der Fachbegriff – sind für gewöhnlich Holz und Gips.

Renna verwendet auch Zigarrenschachteln oder Schlüsselkästen, die dann zu Basketballfeldern oder Kleingartenanlagen werden. In anderen Fällen verwendet er zwar herkömmliche Dioramen, lässt dann seiner Fantasie aber auf andere Weise freien Lauf. Basis ist zum Beispiel der tatsächlich existierende Gebrauchtteilehandel von Stefan Ahring: „Ich habe mir überlegt, wie würde es aussehen, wenn er den Betrieb vergrößern würde“, sagte Renna über eines seiner Modelle.

In der Hasberger Schule am Roten Berg leitet Manfred Landwehr die Modellbau-AG. Mit Ehefrau Christel und Sohn Rico (15) wohnt er in der Nähe des Bahnhofs – was nun seine Spuren in der Bastelei hinterlassen hat: Neben den Schienensträngen, die im Maßstab 1:87 nachempfunden wurden, haben die Mitglieder auch die Gebäude mit Pappe, Zeitungspapier sowie Folien detailgetreu gestaltet. Eines der Extras: die Bahnhofsuhr, die nicht nur funktioniert, sondern selbstverständlich auch die richtige Zeit anzeigt. Fertig ist die AG allerdings noch nicht: Es fehlen noch Dachrinnen, Beleuchtung und Inneneinrichtung: „Wir machen es ganz oder gar nicht“, betonte Manfred Landwehr.

(Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung)

 
     
 

 

 

 

 

 

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