7. Filmfestival 2013

Hollywood in der Kirchstraße

Ein Schulfest hinter verschlossenen Türen in einer stockfinsteren Aula? Derweil einsame Würstchen-, Waffel-, Eis- und Getränkeverkäufer im Schulgarten?

Erfahrene Szenegänger der Stadt Georgsmarienhütte wissen, was das alles zu bedeuten hat: Die Carl-Stahmer-Hauptschule feiert das 7. Filmfestival, das traditionelle Schulfest der Schule. In der festlich herausgeputzten Aula verfolgen über 300 Schüler, Lehrer und ihre Gäste gespannt das Festivalprogramm und im Garten bereitet man sich unterdessen auf den Ansturm in der Festivalpause vor.

Und dabei war der Auftakt zum Filmfest alles andere als ruhig und zurückgezogen, sondern ein Paukenschlag, wie ihn die Stadt nur alle drei Jahre zu sehen und zu hören bekommt. Luxuslimousinen mit Filmstars bahnten sich ihren Weg durch Massen von hysterischen Fans, mühsam geschützt von Bodyguards. Ziel war der Rote Teppich, der direkt hineinführte ins Festivalgebäude, dem „Grandhotel CSH“. Hier wurden die ankommenden Stars von attraktiven Hostessen in den angesagtesten Filmpalast von Georgsmarienhütte hinein begleitet. Jede Klassenstufe der Schule hatte in einer Projektwoche einen maximal zehnminütigen Film gedreht, deren Hauptdarsteller zur Premiere mit anschließender Oscarverleihung vorgefahren wurden. Dabei schien Petrus ein besonderes Auge auf die Hauptschüler und ihre Lehrer aus Alt-GMHütte zu haben, in dem er die Mühen der wochenlangen Vorbereitungen mit sonnigem und warmen Herbstwetter belohnte.

Die Jury unter dem Vorsitz von Wilfried Engelhardt und das Publikum bekamen höchst unterschiedliche Filme zusehen. Die 5. Klassen starteten mit ihrem Film „Die Mutprobe“, der das Thema Mobbing in eine Horrorkomödie verpackte und die 6. Klassen drehten zum Chima-Song „Morgen“ ihr eigenes Musikvideo, während die 7. Klasse in den „CSH-TVnews“ lustige Meldungen und Nachrichten rund um die Schule zusammenstellte. Die 8. Klasse sicherte sich nach der Pause mit ihrem Film „Gar nicht peinlich!“ wohl den ekligsten Moment des Nachmittags, als sie das Thema Toilettengang sehr anschaulich inszenierte. Die beiden Abschlussjahrgänge 9 und 10 fühlten sich für die anspruchsvollen und ernsten Themen des Alltags zuständig. Mit ihrem Film „Denn sie wissen nicht, was sie tun ...“ sorgten die beiden 9. Klassen für Todesstille und Gänsehautmomente im Kinosaal. Mit gelungenen Kameraeinstellungen und schauspielerischen Leistungen wurde das Thema Internetmobbing und dessen drastischen Konsequenzen beeindruckend umgesetzt. Die 10. Klasse beschäftigte sich im Film „Abschlusszelten“ mit Gruppendruck und Alkoholmissbrauch.

Damit war für ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Filmprogramm gesorgt, das nur einmal von einer Pause unterbrochen wurde, in der der Run auf die eingangs schon erwähnten Verkaufsstände einsetzte.

Höhepunkt und Abschluss des Filmfestivals war die Verleihung der Oscars, die von der sechsköpfigen Jury nach „harten Diskussionen und Auseinandersetzungen“ unter dem Jubel des Publikums an die Filmstars übergeben wurden. So erhielten die 5. Klassen den Oscar für die besten Stunts, die 6. Klassen den Oscar für die beste Musik, die 7. Klasse für die beste Nebenrolle, die 8. Klassen für das beste Drehbuch, die 9. Klassen für die beste Kamera und die 10. Klasse für die beste schauspielerische Leistung. 

Damit ging wieder ein mitreißendes und begeisterndes Filmfestival zu Ende, das sich noch einmal durch die routinierte Umsetzung der Filmideen und das hohe technische Niveau der Filme mit z.T. erstaunlichen Spezialeffekten von seinen sechs Vorgängern abhob.

 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 

 

 

 

 

 

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