„Schnuller-Alarm“ in der Carl-Stahmer-Hauptschule

9. und 10. Klassen: Familienplanung Thema des neuen Projektes

 

Es gibt viele Aufklärungskampagnen, Anzahl und Art der Verhütungsmittel sind vielfältig – und trotzdem: die Zahl der „Teenager – Schwangerschaften“ steigt, die betroffenen Mädchen sind immer jünger!

Die Gründe dafür: Die frühe Reife, vor allem der Mädchen (ca. 11 Jahre!), die Betonung der Sexualität in den Medien (führt zu Neugierde und Gruppendruck), Einsamkeit und fehlender Partner erzeugt Kinderwunsch, ein Baby zu bekommen erscheint einfacher als einen Ausbildungsplatz und später Arbeit zu finden, die Jungen werden im Elternhaus häufig nicht auf ihre Verantwortung hingewiesen und leider ist das „erste Mal“ oft spontan und ohne Schutz!

Somit zeigt die Carl-Stahmer-Hauptschule Verantwortung, indem sie in diesem Jahr für die 9. und 10. Klassen zweitägige Seminare durchführte. Die Luther-Gemeinde stellte freundlicherweise Räume zur Verfügung, so dass die Projekttage außerhalb des Schulgebäudes durchgeführt werden konnten. In oft nach Geschlechtern getrennten Gruppen beschäftigten sich die Teilnehmer unter Leitung der Lehrkraft Astrid Lasseur und dem Sozialpädagogen Stefan Fehren mit folgenden Themen:

-Wie sieht mein Traummann, meine Traumfrau aus?

-Wie sieht mein derzeitiger Tagesablauf aus in Bezug auf Arbeitszeit und Freizeit? (Hier erstellten die           Jugendlichen einen Tagesplan).

-Wie sähe mein Tagesablauf mit einem Baby aus?

-Was benötigen Babys, was sollten die Eltern ihnen bieten können? Was kann ich davon im Augenblick bieten?

-Was wäre, wenn ich schwanger bin? (Dieses Thema wurde in eine Fotostory umgesetzt und dokumentiert.)

Zum Ende des Seminars wurden dann die beiden Babysimulatoren vorgestellt. Diese ermöglichen über einen abgesprochenen Zeitraum Erfahrungen zu sammeln, wie stressig die Pflege und Betreuung eines Babys werden kann. Jedes Mal ein angespanntes Wochenende auch für die Lehrkraft, denn nur sie konnte im Notfall die Simulation beenden! Den Mut, diese Beschwernisse in Kauf zu nehmen, hatten leider nur Mädchen (typisch??). Eine stolze Leistung: Karolina Monska (10 b) hielt die Belastung über volle vier Tage aus!

Fazit des Projektes: Erfreulich die große Bereitschaft, sich zu dem Thema einzubringen. Erstaunlich die Offenheit vieler Jugendlichen – besonders in geschlechtshomogenen Gruppen. Vor allem die Jungen waren sichtlich beeindruckt, als ihnen klar wurde, wie sich ihr Tagesablauf und Freizeitverhalten ändern würde, wenn sie sich plötzlich um ein Baby kümmern müssten.

Zumindest theoretisch scheint allen klar zu sein, dass sie zur Zeit wahrlich noch nicht so weit sind, um Eltern zu werden.

 
     
 

 

 

 

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