Home

Fachseminar

Chemie im Unterricht

Kontakt

Klasse 5-6

Klasse 7-10

Klasse 11 (Vorstufe)

Klasse 12-13 (Kursstufe)

 

Chemie im Klasse 5-6: Curriculare Vorgaben

Mit dem Schuljahr 2004/2005 wurde die Orientierungsstufe als eigene Schulform abgeschafft und die Klassenstufen 5 und 6 wieder an die weiterführenden Schulen angegliedert. Dies hat auch Auswirkungen auf den Chemieunterricht genommen. Die Rahmenrichtlinien für die Klassen 7 bis 10 aus dem Jahr 2003 haben weiter unverändert Bestand.

Allgemeines für die Naturwissenschaften

Für die Klassen 5 bzw. 6 sind curriculare Vorgaben vom Kultusministerium entwickelt worden.

Der Unterricht in den naturwissenschaftlichen Fächern zielt ab auf eine Grundbildung im Sinne der Scientific Literacy.

Naturwissenschaftliche Grundbildung (Scientific Literacy) ist die Fähigkeit naturwissen-schaftliches Wissen anzuwenden, naturwissenschaftliche Fragen zu erkennen und aus Belegen Schlussfolgerungen zu ziehen, um Entscheidungen zu verstehen und zu treffen, welche die natürliche Welt und die durch menschliches Handeln an ihr vorgenommenen Veränderungen betreffen (OECD, 1999).

Der naturwissenschaftliche Unterricht der Grundschule und den Schuljahrgängen 5 und 6 legt das Fundament für die naturwissenschaftliche Bildung

Die vier Kompetenzbereiche der Naturwissenschaften (vgl. auch Bildungsstandards Chemie)

Sachkenntnis

Methoden der Erkenntnisgewinnung

Kommunikation

Nutzung und Bewertung in Kontexten

Der Kompetenzbereich Erkenntnisgewinnung umfasst die Aspekte: Beobachten, beschreiben, fragen, planen, untersuchen, auswerten, ordnen, verknüpfen und reflektieren.

Leitgedanken zum Chemieunterricht der 5. und 6. Klassen:

Chemische Erkenntnisse können über die Beschäftigung mit unmittelbaren Lebenszusammenhängen erworben werden. Durch das naturwissenschaftlich strukturierte Vorgehen im Fach Chemie wird ein Beitrag zur allgemeinen Bildung geleistet. Ausgehend von Alltagserfahrungen werden Einblicke in die Phänomene der stofflichen Welt ermöglicht. Hierbei vertiefen die Schülerinnen und Schüler ihre Vorstellungen über Natur und Technik und lernen, chemische Sachverhalte zu beschreiben, zu erklären und ihr Wissen zu erweitern.

Zentrale Aufgabe des Chemie-Anfangunterrichts ist es, Schülerinnen und Schüler mit spezifischen Fragestellungen, Lösungswegen und den Strategien vertraut zu machen und dabei fachbezogene Erkenntnisse und Methoden zu vermitteln. Die propädeutische Beschäftigung mit den Grundelementen der Antike Feuer, Wasser und Luft bieten eine altersgemäße Einstiegsmöglichkeit, so dass an diesen Themen die vorhandene Freude am Entdecken und Lernen genutzt und gefördert werden kann.

Gerade Verbrennungsvorgänge faszinieren naturgemäß Kinder in dieser Altersstufe und sind für ihr Leben von außerordentlicher Bedeutung. Der Themenbereich Feuer bietet eine Fülle an Möglichkeiten, durch das eigene Experimentieren frühzeitig das Interesse am Fach Chemie zu wecken. Das Luft zum Atmen eine elementare Voraussetzung ihres Lebens ist, ist den Schülerinnen und Schülern bekannt. Der Themenbereich Luft ist eng mit dem Themenbereich Feuer verknüpfbar. Auch der Themenbereich Wasser entstammt aus dem unmittelbaren Erfahrungsbereich der Schülerinnen und Schüler. Typisch chemische Arbeitsmethoden können hier zur Anwendung kommen.

Grundlage für das Verstehen der Chemie sind die Basiskonzepte dieses Faches wie

Stoff-Teilchen-Konzept

Struktur-Eigenschafts-Konzept

Konzepte chemischen Reaktion

Energiekonzept 

Beim Themenbereich Feuer spielen das Konzept der chemischen Reaktion und das Energie-Konzept bereits eine Rolle, können und sollen aber noch nicht explizit zum Ausdruck gebracht werden. Auf Grund der bisherigen Erfahrungen im Chemieunterricht des Schuljahrgang 7 ist die Einführung eines Teilchenmodells in den Klassen 5 und 6 nicht empfehlenswert, der entwicklungspsychologische Gegebenheiten dieser Altersstufe berücksichtigt werden müssen. Dennoch werden in den Themenbereichen Luft und Wasser bereits erste Grundlagen für das Stoff-Teilchen-Konzept und das Struktur-Eigenschafts-Konzept gelegt und im Rahmen des Spiralcurriculums in den folgenden Jahrgängen aufgegriffen.

Alle drei Themenbereiche eignen sich, um den Erwerb einiger der im Kapitel Kompetenzbereiche der Naturwissenschaften aufgelisteten Kompetenzen auf den Weg zu bringen. Auch Kompetenzen aus dem für diese Altersgruppe schwierigen Kompetenzbereich Nutzung und Bewertung in Kontexten nächsten können hier bereits erworben werden.

Chemie wird entweder in der Klasse 5 oder der Klasse 6 mit einer Wochenstunden im Schuljahr oder epochal mit zwei Wochenstunden in einem Halbjahr unterrichtet.

Es werden im Anfangsunterricht die Themenbereiche Feuer, Wasser und Luft behandelt. Diese Bereiche bieten eine altersmäßige Einstiegsmöglichkeit.

Themenbereich Feuer:  Verbrennungsvorgänge

Gefahrenhinweise, Aufbau und Funktion des Gasbrenners, Phänomen Flammen, Bedingungen für das Brennen, Methoden der Brandbekämpfung, Nutzung von Verbrennungsvorgängen

Themenbereich Luft: Luft als Gasgemisch

Bestandteile und Nachweismethoden (Stickstoff, Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid), Gase lösen sich in Wasser, Luftschadstoffe durch Verbrennungsvorgänge

Themenbereich Wasser: Eigenschaften von Wasser

Wasser als Lösungsmittel, Trennverfahren, Aggregatzustände des Wassers und Übergänge zwischen Aggregatzuständen

Durch die Vorgabe dieser Themenbereiche soll ein möglichst reibungsloser Übergang zur Chemie der Sekundarstufe I angestrebt werden. Wesentliche Begriffe, die in der Mittelstufe des Gymnasiums vertieft oder neu aufgegriffen werden, sollen hier erstmals rein phänomenologischerfahren werden (z.B. Eigenschaften von Reinstoffen und Gemischen, Möglichkeiten zur Identifikation von Stoffen an Hand ausgewählter Eigenschaften, Trennung ausgewählter Stoffgemische, Phänomen der chemischen Reaktion, Veränderung von Stoffen bei thermischer Behandlung)

Bezug: Curriculare Vorgaben für das Gymnasium Schuljahrgänge 5 / 6, Naturwissenschaften
Herausgegeben vom Niedersächsischen Kultusministerium (2004)
Schiffgraben 12,  30159 Hannover

Download

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am 21.03.2006