Anforderungen an ein Medienbildungskonzept

Ein Medienbildungskonzept verbindet pädagogische, technische sowie organisatorische Aspekte.

Das Medienbildungskonzept ist gemäß dem Orientierungsrahmen Schulqualität in Niedersachsen als fachübergreifendes Konzept ein wichtiger Bestandteil des schuleigenen Curriculums.

Es ist einerseits Grundlage für die Schulentwicklung im Bereich des Lernens mit digitalen Medien und andererseits Voraussetzung für Investitionen in die digitale Ausstattung der Schule.

Im Rahmen des Digitalpakt Schule erhält das Land Niedersachsen eine Förderung vom Bund. Der Einsatz der Mittel ist in einer Verwaltungsvereinbarung festgeschrieben. Das Land Niedersachsen muss durch eine eigene Förderrichtlinie sicherstellen, dass die Bundesmittel vereinbarungsgemäß eingesetzt werden. Dazu gehört der Nachweis, dass die Mittel nicht nur der reinen Ausstattung mit Technik dienen, sondern dass diese Technik darüber hinaus pädagogisch sinnvoll in die schulinternen Arbeitspläne integriert wird. Für eine abschließende Freigabe der Fördermittel für Investitionsmaßnahmen muss der Schulträger das Medienbildungskonzept der jeweiligen Schule ein halbes Jahr nach Abschluss einer geförderten Maßnahme beim Fachteam DigitalPakt am Regionalen Landesamt für Schule und Bildung (RLSB) Osnabrück einreichen.

Das Medienbildungskonzept wird daraufhin geprüft, ob es den Vorgaben der Bund-Länder-Vereinbarung genügt. Sollte diese Prüfung ergeben, dass das Konzept nicht den Anforderungen entspricht, erfolgt eine entsprechende Rückmeldung. Nach der Überarbeitung muss das Medienbildungskonzept dann erneut eingereicht werden.

Um Sicherheit über die gestellten Erwartungen zu geben, dienen die unten aufgeführten Kriterien für ein Medienbildungskonzept zur Orientierung. Eine Checkliste zur Selbstevaluation in Anlehnung an die Kriterien steht als Arbeitshilfe zur Verfügung. Wir raten bei der Erstellung des Medienbildungskonzeptes auch dazu, bei Bedarf auf das Angebot des RSLB (Beratung und Unterstützung, d.h. B&U) und der niedersächsischen Medienberatung zurückzugreifen.

Ein Medienbildungskonzept ist ein dynamisches Produkt einer systematischen Schulentwicklung und sollte grundsätzlich drei Fragen beantworten:

  1. Was wollen wir machen?
  2. Was brauchen wir dafür?
  3. Was müssen wir dafür können?

Im Folgenden finden Sie eine Auflistung der Anforderungen an ein Medienbildungskonzept.

Zu jedem Kriterium finden Sie auf einer gesonderten Seite Erläuterungen und Formulierungsbeispiele, die einen Start erleichtern sollen.

Themenbereich Das Medienbildungskonzept...
(1) Allgemeine Aussagen ... (1.1) thematisiert die Anforderungen an Bildung und Unterricht, die durch die Digitalisierung gestellt werden.
... (1.2) stellt Bezüge zum Leitbild der Schule her.
... (1.3) beschreibt den Ist-Zustand der Schule in Bezug auf Medienbildung. 
... (1.4) beschreibt den Ist-Zustand der Schule in Bezug auf die technische Ausstattung.
(2) Vorgaben des Digitalpakts Schule ... (2.1) beschreibt die geplante Umsetzung in Form eines Zeitplans.
... (2.2) benennt die Verantwortlichkeiten für die Umsetzung.
... (2.3) enthält Aussagen zur geplanten Internetanbindung der Schule.
... (2.4) enthält Aussagen zur Ausstattungsplanung.
... (2.5) enthält Aussagen zum pädagogischen Einsatz von Medien im Unterricht.
... (2.6) enthält Aussagen zur Einbindung der Medienkompetenz in die schuleigenen Arbeitspläne.
... (2.7) berücksichtigt alle Kompetenzbereiche des Orientierungsrahmen Medienbildung.
... (2.8) enthält Aussagen zur bedarfsgerechten Fortbildungsplanung der Lehrkräfte.
(3) Übergeordnete Themen ... (3.1) enthält Aussagen zur Weiterentwicklung des Schulverwaltungsnetzes.
... (3.2) enthält Aussagen zur Umsetzung des Datenschutzes. 
(4) Verankerung im Schulleben ... (4.1) enthält Aussagen zu seiner Evaluation und zur kontinuierlichen Weiterentwicklung.
... (4.2) ist durch die verantwortlichen Gremien beschlossen und in der Schulöffentlichkeit bekannt.

 

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Letzte Änderung: 16.04.2021

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