Kinderrechte im Primarbereich

Kinderrechte sind universell, unteilbar sowie unveräußerlich festgelegt in der 1989 deklarierten Kinderrechtekonvention der Vereinten Nationen. Seit 1992 sind sie auch in Deutschland garantiert. Im Zentrum steht das allgemeine Wohl von jungen Menschen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. Dazu gehören primär

  • das Recht auf bestmögliche Entwicklung
  • das Recht, nicht diskriminiert zu werden
  • vielfältige Teilhabe
  • Berücksichtigung des Kindes bei sämtlichen Entscheidungen.

Die deutsche Kultusministerkonferenz definiert Kinderrechte als herausragendes Element einer nachhaltigen Unterrichts- und Schulentwicklung und damit als eine wesentliche Aufgabe des pädagogischen Personals in jeder Schule.

Die Umsetzung der Kinderrechte ist zugleich ein essentieller Beitrag zur Friedenspädagogik und weist eine starke Relevanz für die Realisierung der 17 global gültigen Nachhaltigkeitsziele mit besonderem Fokus auf die Ziele eins bis sechs auf.

Im Rahmen der neuen Initiative "Demokratisch Gestalten" des niedersächsischen Kultusministeriums entsteht zur Zeit ein landesweites "Kinderrechte"-Netzwerk für die Primarstufe, inklusive der Jahrgänge fünf und sechs. Die Pilotphase ist auf drei Jahre ausgelegt. Interessierte Schulen entwickeln in diesem Zeitrahmen verschiedene Programme zur Umsetzung partizipativer Strukturen sowie Modelle und Module als Beispiele guter Praxis, die später auch von anderen Schulen genutzt werden können. Regelmäßige Regionaltreffen bieten die Möglichkeit zu konstruktivem Austausch, weiterführenden Impulsen und Vernetzung, eine Internet-Plattform flankiert den Prozess. Die Projektdurchführung wird vom NLQ begleitet und evaluiert. Nach den Sommerferien 2020 erfolgt der Start in einer gemeinsamen, landesweiten Auftaktveranstaltung in Hannover.

Anregungen und Materialien für das Aufgreifen des Themas im Unterricht finden Sie hier.

 

Letzte Änderung: 02.09.2020

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