Lernstandsermittlung

 

Auf der Grundlage der Kenntnis der individuellen Lernstände und Lernvoraussetzungen der Lernenden lässt sich inklusiver Unterricht gestalten.

Als Teilbereich der Lernausgangslage erfasst die Lernstandsermittlung den kognitiven Lernstand einer Schülerin oder eines Schülers zu einem bestimmten Zeitpunkt und einem bestimmten Lerngegenstand.

 Aus den verschiedenen Möglichkeiten zur Lernstandsermittlung (schriftliche /digitale Beobachtungsverfahren) wählt die Lehrkraft den für die Lerngruppe am besten geeigneten aus.

Auswahlkriterien können sein:

  • Gruppen- oder Einzeldurchführung?
  • Durchführungsdauer?
  • Auswertungszeit?
  • Standardisiertes Verfahren? Zeitliche Platzierung im Schuljahresverlauf?

 

Die „pädagogische Diagnostik umfasst alle diagnostischen Tätigkeiten, durch die bei einzelnen Lernenden und den in einer Gruppe Lernender Voraussetzungen und Bedingungen planmäßiger Lehr-Lernprozesse ermittelt, Lernprozesse analysiert und Lernergebnisse festgestellt werden, um individuelles Lernen zu optimieren.“ (Dr. Birgit Ziegler, Institut für Erziehungswissenschaften, RWTH Aachen)

Diese ‚diagnostischen Tätigkeiten‘ können (teil-)standardisierte Beobachtungen sein, die die einzelne Schülerin oder den einzelnen Schüler mit der Norm aller Schülerinnen und Schüler gleichen Alters vergleichen (standardisierte Testverfahren, die Prozentränge etc. ausweisen), differentielle Beobachtungen, die einzelne Lernende mit dem Gesamt der Lerngruppe vergleichen, oder individuelle Beobachtungen, die die Entwicklung der einzelnen Schülerin oder des einzelnen Schülers von einem Beobachtungszeitraum zum nächsten vergleichen.

Alle Beobachtungen berücksichtigen Erkenntnisse aus der Schuleingangsuntersuchung, vor- und außerschulischen Gutachten,  Testergebnissen, den Übergabe- und Brückengesprächen, dem sozialen Umfeld, dem Übergabeprotokoll nach Klasse 5 und der Dokumentation der individuellen Lernentwicklung.

 

Weiterführende Informationen

Letzte Änderung: 10.06.2021

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