Menschenrechte

Seit über 70 Jahren markieren die in der UN-Charta aufgeführten Menschenrechte die zentralen Leitlinien einer pazifistischen Koexistenz. Diese Rechte sind universell, unteilbar, unverhandelbar und unabdingbare Voraussetzung der im deutschen Grundgesetz verbrieften freiheitlich-demokratischen Grundordnung. In den Schulen reflektiert sich die gesamte Diversität verschiedener persönlicher Überzeugungen, Kulturen, Nationalitäten, Religionen und Weltanschauungen. Ein Pluralismus, der auch zu Spannungen und Konflikten führen kann.

Mit der 2019 gestarteten Initiative „Demokratisch Gestalten“ will das niedersächsische Kultusministerium facettenreiche Impulse zur Stärkung eines demokratischen Bewusstseins geben. Ein wesentliches Element ist die Ermutigung und Befähigung zu umfassender Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen sowie zivilgesellschaftliches Engagement. Die deutsche Kultusministerkonferenz definiert Menschenrechtsbildung als eine essentielle Aufgabe in sämtlichen Schulformen, um Urteils-, Handlungs- und Gestaltungskompetenzen zu vermitteln, die einen toleranten, achtsamen, respektvollen und wertschätzenden Umgang aller Menschen ermöglichen.
Menschenrechte sind dabei als Maßstab zur Beurteilung und Bewertung der Lebensverhältnisse im eigenen und anderen Ländern deklariert. Das schließt die kreative und entschlossene Auseinandersetzung über Menschenrechtsverletzungen und Menschenfeindlichkeit in Vergangenheit und Gegenwart ein. Die Thematik ist umfassend im unterrichtlichen Geschehen, außerunterrichtlichen Angeboten und in der Kooperation mit außerschulischen Partnern zu implementieren, hat insofern einen bedeutenden Platz im Schulleben und flankiert zugleich den schulischen Qualitätsentwicklungsprozess.

Menschenrechte sind ein wesentlicher Bestandteil der politischen Bildung, korrelieren mit Friedens- und Demokratie-Erziehung und bilden einen herausragender Schwerpunkt in der Arbeit der UNESCO, die in ihrem internationalen Schulnetzwerk (Associated SchoolNet – ASP) einen besonderen Fokus auf die Bedeutung der Menschenrechtsbildung legt. Die 17 internationalen Ziele der Bildung für nachhaltige Entwicklung, die Prämissen der AGENDA 2030 haben ebenfalls einen wichtigen Bezug zur Menschenrechtsbildung als Aspekt einer inklusiven Bildung.    

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Letzte Änderung: 23.06.2020

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